37 Siege in Folge – Serie endet mit einem Spiel, auf das wir verdammt stolz sein dürfen!

 

RCS 3:1 TV Emsdetten (25:15; 25:22; 24:26; 25:19)

RCS 0:3 VV Humann Essen (15:20; 17:25; 17:25)

37 Siege in Folge. Eine unglaubliche Serie, die an diesem Wochenende endet. Und trotzdem ist da vor allem eines: Stolz.

Denn manchmal sagt ein Ergebnis eben nicht alles über ein Spiel aus. Manchmal steckt hinter einem 0:3 eine Geschichte, die sich ganz anders anfühlt. 

Aber von vorn: 

Zum zweiten Mal in Folge stand für unsere Erste Herren ein Doppelspieltag auf dem Programm. Nach dem knappen, aber verdienten Sieg in Brilon wollten wir im ersten Heimspiel der Saison direkt nachlegen. Zu Gast waren die Jungs vom TV Emsdetten.

Wir fanden gut ins Spiel und zeigten eine solide Leistung, auch wenn noch nicht alles perfekt lief und sicherlich noch einiges ausbaufähig ist. Am Ende konnten wir drei der vier Sätze für uns entscheiden und mit einem 3:1 den nächsten Sieg einfahren.

Damit standen nach zwei Spielen bereits zwei Siege und fünf Punkte auf unserem Konto. Für einen Aufsteiger ein Start, mit dem man definitiv zufrieden sein darf.

 

Doch während der Samstag mit drei weiteren Punkten endete, war bereits klar, dass am nächsten Morgen etwas ganz Besonderes auf uns warten würde.

Denn unser eigentliches Highlight des Wochenendes sollte in unserer Heimhalle an der Freien Schule am See stattfinden.

Unser Weg im Pokal hatte uns vom Kreispokal über den Bezirkspokal bis ins Halbfinale des WVV-Pokals geführt. Schritt für Schritt hatten wir uns durch die Runden gekämpft und standen nun vor der wohl größten Herausforderung dieser Reise: dem VV Humann Essen.

Ein Gegner aus der 2. Bundesliga. Fünf Ligen über uns.

Auf dem Papier hätte die Rollenverteilung also klarer kaum sein können.

Doch genau deshalb gab es für uns vor dem Spiel eigentlich nur eine Devise: Wir haben nichts zu verlieren.

Wir wussten, dass wir vermutlich nicht als Sieger vom Feld gehen würden. Aber wir wollten uns auf keinen Fall verstecken. Wir wollten mutig spielen, Spaß haben, um jeden Punkt kämpfen und jeden Ball holen, den wir irgendwie erreichen konnten. Und jeden Punkt den wir machen feiern, egal wie viele es werden. 

Also ging es los.

Und was dann folgte, war genau das, was wir uns vorgenommen hatten.

Natürlich zeigte Essen immer wieder seine Qualität und machte deutlich, warum die Mannschaft in der 2. Bundesliga spielt. Aber wir hielten dagegen. Wir spielten mutig, gingen ins Risiko und ließen uns auch von schwierigen Phasen nicht aus der Ruhe bringen.

Der erste Satz ging mit 15:25 an die Gäste, der zweite mit 17:25. Doch trotz des Rückstands blieb die Energie auf dem Feld und bei den Zuschauern ungebrochen.

Jeder Punkt wurde gefeiert. Jeder gute Ballwechsel sorgte für noch mehr Lautstärke. Und je länger das Spiel dauerte, desto mehr entwickelte sich dieses ganz besondere Gefühl, dass hier gerade etwas passiert, das wir so schnell nicht vergessen würden.

Auch im dritten Satz kämpften wir bis zum Schluss und mussten uns schließlich mit 17:25 geschlagen geben.

0:3.

Und trotzdem konnten wir nach dem letzten Ball nicht einfach enttäuscht vom Feld gehen. Dafür hatten wir in diesen drei Sätzen zu viel gezeigt.

Denn natürlich waren die fünf Ligen Unterschied auf dem Papier da. Auf dem Feld war dieser Abstand aber längst nicht so groß, wie man vielleicht hätte erwarten können. Wir haben dem Zweitligisten immer wieder Paroli geboten, uns unsere Punkte erarbeitet und gezeigt, dass wir uns dieses Spiel Verdient hatten.

Genau das nehmen wir aus diesem Spiel mit.

Und natürlich noch etwas ganz anderes: unsere BlaueWAND.

Das war die vollste und vorallem die Lauteste BlaueWAND die, die Freie Schule am See seit langem gesehen hat. Ihr habt uns durch das gesamte Spiel getragen, jeden Punkt mit uns gefeiert und uns genau die Energie gegeben, die man in so einem Spiel braucht.

Ihr wart ein Teil dieses Spiels.

Und damit auch ein Teil dieses besonderen Erlebnisses.

Dafür können wir euch gar nicht genug danken.

Am Ende steht eine 0:3-Niederlage und damit das Ende unserer Serie von 37 Siegen in Folge.

Aber wenn eine solche Serie irgendwann enden muss, dann dürfen wir verdammt stolz darauf sein, dass sie genau so endet.

Mit einem Halbfinale gegen einen Zweitligisten. Mit einer Mannschaft, die sich keinen einzigen Moment versteckt hat. Mit einer Halle, die gebrannt hat. Und mit einem Spiel, das wir von der ersten bis zur letzten Sekunde in vollen Zügen genossen haben.

Danke an alle, die diesen Sonntag zu dem gemacht haben, was er war.

Für den RCS: Ben Schlagner, Kent Barthel, Timo Fillinger, Felix Kleffner (C), Kevin Mattig, Tom Voigt (MVP), Moritz Miederhoff, Jens Barthel, Luca Richert (MVP), Paul Grote, Tom Barthel, Andrian Rusovan 

Trainer: Falk Metzler