SGS-Team auf Platz 6

Berlin – immer eine Reise wert

Ganz nach oben hat es zwar nicht gereicht, aber die Schulmannschaft des Städtischen Gymnasiums Sundern (SGS) reist mit einem sehr vorzeigbaren 6. Platz in der Tasche zurück aus der Bundeshauptstadt ins Sauerland.

Nach dem Einzug ins Viertelfinale gestern (2:0 gegen Thüringen) wartete heute auf das Team ein echter Kracher, nämlich das Schul- und Leistungszentrum Berlin. Völlig befreit spielte das Team aus NRW auf, führte sogar bis zum 13:12 im ersten Satz. Doch dann demonstrierten die Berliner Mädels (stehen im Finale) ihr ganzes Können und ließen dem Team des SGS keine Chance. Ein deutliches 0:2 ließ den (kleinen) Traum vom Halbfinale platzen.

Doch: kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Vielmehr Chance und Pflicht, erhobenen Hauptes weiter zu machen. Und das gelang auch. Im Kreuzvergleich um den Einzug in das Spiel um Platz 5 wartete das Team aus Sachsen. Spannend Durchgang 1. Beide Teams schenkten sich nichts. Gefightet wurde bis zum letzten Punkt. Denkbar knapp mit 25:23 ging Satz 1 aber an die Sunderaner Girls. Beflügelt von diesem Erfolg ging es gleich weiter in Durchgang 2. Auch hier spielten die HSK-Girls ein ums andere Mal toll auf und konnten so den 25:18-Erfolg sichern.

Ein wahres Herzschlag“finale“ dann im Spiel um Platz 5 gegen das Team der Sportschule Schwerin. Nachdem die NRWlerinnen in Satz 1 fast bis zum Ende stets führten, konnte das Team aus Mecklenburg-Vorpommern am Ende doch die Nase eher durchs Ziel retten. 23:25. Seitenwechsel. Gleiches Konzept: Voller Einsatz, der dieses Mal belohnt wurde. Mit 26:24 bewiesen die Mädchen nicht nur Nervenstärke, sondern erneut ihre spielerische Klasse. Durchgang 3 musste also entscheiden. Und – dies sei vorweggenommen – leider zu Ungunsten des SGS. Zwar hatten die Spielerinnen aus dem Sauerland drei Matchbälle. Einen wehrte das Team aus dem Nord-Osten spielerisch ab, die beiden anderen Matchballe vermasselte das Schiedsgericht durch äußerst fragwürdige Entscheidungen. Dafür konnten die Schweriner Mädels, die allesamt in den Nachwuchsmannschaften des Schweriner SC starten, ihren ersten Matchball verwandeln und so mit 18:16 deren 5. Platz retten. Gleichbedeutend mit Platz 6 für unser SGS.

Dennoch ein Grund zur Freude. „Wir haben nicht nur seit Beginn des Turniers auf drei Spielerinnen wegen Krankheit verzichten müssen, sondern im letzten Spiel gegen Meck-Pomm auch Jana noch verletzungsbedingt auswechseln müssen. Mit dem kleinen Kader 7 Spiele in zwei Tagen zu bestreiten und am Ende sechstbeste Schulmannschaft von ganz Deutschland zu werden, das ist schon echt genial“, befand Daniel Caccio, Lehrer am SGS. RCS-Vereinstrainer Tepe ergänzte: „Wir vor Ort in Berlin, das SGS und die Region kann stolz auf dieses Team schauen. Hier hat ein Team auf dem Feld gestanden, das bereits eine lange Spielsaison beim RCS hinter sich hatte. Und kein Mädchen hat aufgegeben, sondern immer unsere Landesfarben hochgehalten. Wenn wir dann sehen, dass wir gegen etliche Sportschulen, die bis zu sieben Mal die Woche trainieren, nur denkbar knapp verloren haben, sieht man, welch tollen Früchte die gute Zusammenarbeit zwischen dem SGS und dem RCS hier im Sauerland trägt. Eine tolle und erfolgreiche Kooperation.“

Am Samstag reisen die Mädchen dann zurück ins Sauerland. Zuvor findet am Freitag Abend in der Max-Schmeling-Halle noch die große Abschlussveranstaltung mit allen Aktiven statt. Ein besonderes Highlight des Bundesfinals „Jugend trainiert für Olympia“.

Für das SGS spielten: Henrike Axt, Jana Drölle, Lara Drölle, Anna Hansknecht, Michelle Henkies.
Betreuer: Daniel Caccio und Linus Tepe

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