RCS beim 0:3 ohne Fortune

Als nach gut 75 Minuten der letzte Ballwechsel des Abends in der Halle des Schulzentrums Sundern gespielt war, sah man beim RC Sorpesee in enttäuschte Gesichter. Denn dem Team um Julian Schallow gelang es nicht, die wenigen Chancen, das Ergebnis positiver ausfallen zu lassen, zu ergreifen.

Foto: Ralf Litera

Dabei begann das Spiel des Tabellenelften und des Ligaprimus aus Berlin in Durchgang 1 noch nahezu auf Augenhöhe. Zwar gelang es den Berlinerinnen, bis zur ersten technischen Auszeit einen kleinen Vorsprung herauszuspielen. Doch als das gute Schiedsgericht zur zweiten technischen Auszeit hat, war dieser Vorsprung egalisiert. Und auch nach der einen Minuten Besprechungszeit lief es auf ein Herzschlagfinale hinaus. Doch beim Spielstand von 18:20 drehten die Mädels um Trainer Ole Schröter den Miniturbo an, der am heutigen Abend reichen sollte, entschwanden dem RCS und hatten einige Satzbälle, von denen der Ballwechsel zum 25:22 aus BBSC-Sicht den Sack zu machte.

Durchgang zwei war dann für die Sauerländerinnen in die Kategorie „schnell vergessen“ einzuordnen. Perfektes, druckvolles Aufschlagspiel und eine gut abgestimmte Teamleistung beeindruckten den RC so sehr, dass er deutlich das Nachsehen hatte. Also, widmen wir uns lieber Durchgang 3, der ein Spiegelbild des ersten Satzes war. mmer wieder konnte der Gastgeber durch die spätere MVP Antonia Brenscheidt (erste MVP-Auszeichnung) punkten. Und auch die von Co-Trainer Martin Barthel angezeigten Aufschlagziele sollten immer besser fruchten. Der RCS ergatterte sich eine Führung. Doch wie schon in den vergangenen Matches schien eine Art Blockade ob der Siegmöglichkeiten ausgelst worden zu sein. Der BBSC spielte seine Klasse aus, kam immer näher an den RC ran und überrundete ihn bis zum 20:24 und verwandelte dann den 3. Matchball zum verdienten 3:0-Erfolg und damit den Punkten 7, 8 und 9.

„Das war sicher nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Wir müssen schnell lernen, unsere Chancen effektiv zu nutzen, um den Anschluss nicht zu verlieren“, resümierte ein sichtlich enttäuschter Headcoach auf RCS-Seite. Die spielfreie Woche will das Team genau hierfür jetzt nutzen.

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