Die Vorbereitung auf den ersten Spieltag unserer weiblichen U20 stand ganz im Zeichen der Damen 1, die zeitgleich in Berlin im Einsatz waren. Mit einem kleinen, aber feinen Kader ging es deshalb zum Auftakt der NRW-Liga einmal quer durch das Bundesland nach Aachen.
Und dort wartete direkt im ersten Spiel der Saison mit dem RSV Borken ein echtes Schwergewicht. Fragt man in der Liga nach den Teams, die im April um den Titel des Westdeutschen Meisters spielen könnten, dürften der RCS und der RSV Borken sicherlich zu den meistgenannten Namen gehören.
Personell musste der RCS dabei improvisieren: Ohne Diagonalangreiferin und mit einer gelernten Außenangreiferin starteten die Sauerländerinnen in den ersten Satz. Die Mannschaft war jedoch gut eingestellt, hochmotiviert und bereit, den Kampf anzunehmen – und genau das zeigte sie auch auf dem Feld.
Im ersten Satz entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Teams konnten sich zwischenzeitlich absetzen, doch am Ende belohnten sich die RCS-Mädels für einen starken Kampf und sicherten sich den Satzgewinn.
In den Sätzen zwei und drei konnte der RCS diese Leistung leider nicht vollständig bestätigen. Am Ende musste sich das Team knapp mit 1:2 geschlagen geben. Glückwunsch nach Borken – wir sehen uns zur Revanche!
Im zweiten Spiel des Tages ging es gegen den ebenfalls ersatzgeschwächten PTSV Aachen. Hier erwischte der RCS einen guten Start und konnte sich in den ersten beiden Sätzen jeweils früh einen Vorsprung erspielen.
Zwar schmolz dieser Vorsprung gegen Ende beider Sätze noch einmal, doch die Aachenerinnen konnten nicht mehr entscheidend aufschließen. Am Ende stand ein verdienter 2:0-Erfolg für den RCS auf der Anzeigetafel. Knapper, als es zwischenzeitlich nötig gewesen wäre – aber dennoch verdient.
Damit startet unsere weibliche U20 mit einem Sieg und einer Niederlage in die neue NRW-Liga-Saison. Sicherlich etwas weniger, als man sich vor dem Spieltag erhofft hatte, unter den besonderen personellen Umständen aber gleichzeitig mehr, als der/die ein oder andere vielleicht erwartet hätte.
Sechs Spiele stehen nun noch auf dem Programm, vier davon vor heimischem Publikum. Das große Ziel bleibt die direkte Qualifikation zur Westdeutschen Meisterschaft.
Und wenn es nach der Mannschaft geht, darf die Bilanz ab jetzt gerne ohne weitere Niederlage weitergehen.
RCS 1:2 RSV Borken (29:27; 14:25; 9:15)
RCS 2:0 PTSV Aachen (25:22; 26:24)
Für den RCS: Lilly Schulte, Maria Bayer, Nora Asolli, Karina Siemens, Defne Karadas, Hannah Trautmann, Julie Wehlack, Philine Brückner
Trainer: Felix Kleffner, Frieda Brürger
