Ode an die Freunde im 3/4-Takt – RC Sorpesee beendet Negativserie in Bonn

Nein, die letzten Aufeinandertreffen des RC Sorpesee und SSF Fortuna
Bonn in der Stadt am Rhein waren für den RCS sicher kein Anlass,
zuversichtlich in die alte Bundeshauptstadt zu fahren. Gingen die
früheren Matches meist klar an die „Bizeps Bonn“. Doch irgendwann reißt
jede Serie – auch eine Negativserie. Dass dies an einem kalten
Novembertag im Jahr 2022 gelingen sollte, erfreute Team und mitgereiste
Fans umso mehr.
Lücken stopfen war auch am Samstag in Bonn die Devise – hier Antonia Brenscheidt (links) und Vanessa Vornweg (rechts) in Aktion
Dabei war das Spiel der beiden Kontrahenten durchaus grosso modo
ausgeglichen, wie den Ergebnissen der Sätze 1, 2 und 4 entnommen werden
kann. Dass die Sauerländerinnen aber jeweils die Nasenspitze leicht
vorne hatten, lag nicht zuletzt an einem couragierten Auftreten in den
wichtigen Elementen des Aufschlags und der Annahme.
Gleich zu Beginn von Satz 1 zeigte der Tabellenführer der Dritten Liga
West, dass er es bei diesem Aufeinandertreffen besser und erfolgreicher
machen wollte als zuletzt. Schnell arbeitete das Team um Martin Barthel,
der Head-Coach Julian Schallow vertrat, einen Fünf-Punkte-Vorsprung
heraus, der im Mittelteil des Durchgangs etwas dahinschmolz. Dies lag
nicht zuletzt an der in formidabler Form spielenden späteren MVP der
Gastgeberinnen, Lena Maasewerd, die den Block des RC ein ums andere Mal
ausknockte. Doch das tat dem Engagement der HSK-lerinnen keinen Abbruch.
Vielmehr bäumte sich die Sechs auf dem Feld noch einmal auf und rettete
mit dem 25:22 den ersten Durchgang.
Ein leicht verändertes Bild um den Spielablauf dann in Satz 2. Hier
gelang es den Bonnerinnen, bis zum Satz-Zieleinlauf die Führung zu
übernehmen. „Wir haben in der Phase bereits etwas Druck rausgenommen.
Das rächt sich gegen einen starken Gegner“, resümierte Martin Barthel
nach dem Schlusspfiff, um aber gleich anzufügen: „Ich hatte aber immer
das Vertrauen, dass da noch etwas geht.“ Wo er Recht hat, hat er Recht.
Denn seine Mädels stemmten sich heftig und erfolgreich gegen Team Bonn.
Dabei halfen erneut 2, 3 gute Aufschläge und beherzte Angriffsarbeit, um
den Schalter auf Sieg umzulegen. 25:23. Satz- und Punktgewinn.
Dass der gewünschte Drei-Punkte-Erfolg sich nicht direkt einstellt, lag
sodann in Satz 3 an einer tadellos spielenden Mannschaft aus Bonn, die
den Gast aus Südwestfalen deutlich in die Schranken wies. Es sollte in
diesem Durchgang nur zu Beginn Einiges zusammenlaufen. Doch wieder war
es Len Maasewerd, die den Turbo zündete und mit einer wahren
Aufschlagserie den Bonn-Express ins Rollen brachte. Sehr deutlich
obsiegte Bonn in diesem Teil des Spiels.
Der Befreiungsschrei von Michelle Henkies (links) und Lara Schumann (rechts) nach dem 3-Punkte-Erfolg
Die Chance auf drei Punkte lag aber immer noch bereit in der
Hardtberghalle. „Warum dann nicht zugreifen?“ fragte MVP Michelle
Henkies ihre Mitspielerinnen. Die Antwort folgte prompt. „Ja klar!“.
Gesagt, getan.  Gerade in der zweiten Satzhälfte zeigten die Mädels vom
See, warum sie in dieser Saison so erfolgreich spielen: Zusammenhalt,
Spielwitz und Spieldruck führten dazu, dass mit dem 25:19 die nächsten
drei Punkte für die Tabelle an den See mitgenommen wurden.
„Das war in den Durchgängen 1, 2 und 4 wirklich eine Ode an die Freude“,
fasste Martin Barthel in Anspielung an die Beethovenstadt das Spiel
zusammen.
Nun wollen die RCS-Mädels auch im letzten Spiel der Hinrunde am
kommenden Samstag vor eigenem Publikum die Herbstmeisterschaft ganz
sicher machen.
Vielen Dank an Ralf Litera für die tollen Fotos!
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