Enttäuschter RCS nach Bundesligapremiere – ausgelassene Chancen kosten Zählbares in Leverkusen

ST01 leverkusen1Mit einem 0:3 und einer ordentlichen Portion Frust im Bauch mussten die Volleyballerinnen des RC Sorpesee die Rücktour von ihrem ersten Auftritt in der Volleyball Bundesliga in Leverkusen antreten. Hierbei war es nicht das überdeutliche Ergebnis das die Sauerländerinnen auch weit nach dem Spiel noch umtrieb sondern vor allem die Art und Weise wie man den starken Gastgeberinnen des TSV Bayer in den entscheidenden Situationen in die Karten spielte. So stand am Ende eine verdiente, deutliche Niederlage gegen ein Top Team der zweiten Liga und dennoch die Gewissheit auch in Leverkusen mehr erreichen zu können.
Der erste Satz bot den zahlreichen Fans in der Smidt Arena, darunter eine lautstarke Kolonie bestens aufgelegter RCS Anhänger, ein Spiel auf Augenhöhe. Die Führung wechselte fast von Minute zu Minute und beide Teams neutralisierten sich auf gutem Niveau. Der RCS ging mit einer Minimalführung in die erste technische Auszeit, musste den TSV in der Mitte des Satzes jedoch zwei Punkte ziehen lassen. Beim RCS fehlte neben den noch nicht spielberechtigten Leonie Hoffmann und Vanessa Vornweg kurzfristig auch Mittelblockerin Theresa Lübke verletzungsbedingt. Nora Anders und Franziska Meier teilten sich so die freiwerdende Mittelblockposition und machten ihre Sache ausgezeichnet. Beim 18:17 aus RCS Sicht hatte das Team vollends ins Spiel gefunden und ließ doch die eine oder andere Punktchancen ungenutzt. Die Folge der mangelnden Konsequenz im Spiel des Aufsteigers der Satzverlust in der Verlängerung 24:26 aus Sicht des RC Sorpesee.
Satz 2 zeigte den Damen vom Sorpesee dann unmissverständlich, wie schnell es gilt Rückschläge in der neuen Liga wegzustecken und mit freiem Kopf aufs Spielfeld zu treten. Ehe man sich beim RCS versah hatte der TSV den engen Satzgewinn genutzt, um über 9:5 und 12:21 einen ungefährdeten 25:13 Satzgewinn zu verbuchen. Außer einer soliden Annahmeleistung und dem unvermindert hohen Einsatz lief in dieser Phase beim Gast aus dem Sauerland speziell im Angriff nicht viel zusammen, während bei den Gastgeberinnen aus Leverkusen um ihre erstligaerfahrenen Akteurinnen fast jede Aktion gelang.
„Abhaken und nach vorne schauen!“ die Devise bei 0:2 Satzrückstand in fremder Halle. Das die Moral im Team ausgezeichnet ist und in guten Phasen auch gegen einen Gegner in Liga Zwei das Heft in die Hand genommen werden kann zeigten die ersten 2/3 des dritten Satzes. Angetrieben von den niemals aufgebenden RCS Anhängern steigerte der RCS seine Annahmequalität und überzeugte durch schnelles und variables Spiel. In der Abwehr wurde Ball um Ball gesichert und beim 17:13 war man bester Dinge dem mittlerweile sehenswerten Spiel eine Verlängerung zu spendieren. Eine einzige Aufstellung jedoch reichte einem Spitzenteam wie Leverkusen an diesem Abend, um die stark kämpfenden Sauerländerinnen um den Lohn der Mühen zu bringen. Bis zum 25:17 punkteten nur noch die Gastgeberinnen um Ihre MVP Spielerin Anna Hoja und ließen auch Satz 3 deutlicher erscheinen als er sich über weite Strecken darstellte.
Für den RCS bleiben somit leere Hände und enttäuschte Gesichter. Auf der anderen Seite aber auch die Gewissheit über eine absolut einmalige Fangemeinschaft zu verfügen, die nicht nur für eine Top Stimmung während des Auftritts in der Ferne sorgte sondern auch nach Spielende den Schulterschluss mit Mannschaft und Trainerteam suchte. Ein Schulterschluss der bei Heimspielen wie in der kommenden Woche traditionell noch stärker ausfällt.

Print Friendly, PDF & Email