Zu spät aufgetaut

2.BL Nord Frauen  T48 Hildesheim vs RCS 0:3 (:16, :16, 29:27)
Nein, von idealen Rahmenbedingungen vor dem ersten Auswärtsspiel des Jahres 2026 konnte der RC Sorpesee nun wahrhaft nicht reden.

Bereits die Trainingsvorbereitung auf das letzte Spiel der Hinserie in der Saison 2025/26 stant unter keinem guten (Wetter-)Stern, hatte das Tief Elli das Sauerland doch mächtig im Griff. Und so musste das Trainerteam um Martin Barthel auf die eine oder andere Einheit mit dem (kompletten) Team verzichten. Denn es galt wie immer: safety first.

Und auch das Auswärtsspiel an sich stand lange Zeit auf der Kippe. Denn die Schneemassen sollten am Freitag und Samstag den Streifen von NIedersachsen bis nach Berlin erfassen, doch wann und wie, das war nicht klar zu identifizieren. Noch unter der Woche stand das Teammanagement mit der VolleyballBundesliga im Dialog, die Seite des Deutschen Wetterdienstes wurde zur Startseite erklärt. Denn nur bei Warnstufe 3 hätte eine Spielverlegung in Betracht kommen können.

Aber die Zeichen standen auf gelb bzw. orange. Und so machte sich der RCS-Tross am Samstagmittag auf den Weg nach Hildesheim, wo mangels ausreichenden Streusalz die Lage durchaus angespannter war.

In der Halle dann merkte man dem Team aus dem Sauerland an, dass mehr gemeinsame Trainingseinheiten nach Weihnachten fehlten. Denn es war der Gastgeber aus Niedersachsen, der seine Routine in Punkte verwandeln konnte. Dabei musste Trainer Barthel erkennen, dass insbesondere in der Abteilung „Attacke“ heute zu große Unsicherheiten herrschten, als die erfahrenen Gegnerinnen ernsthaft in Gefahr zu bringen. So verwunderte es den RCS-Anhang nicht, dass die ersten beiden Durchgänge deutlich (jeweils 25:16) an das Team48 gingen. Dies sollte sich in Satz 3 ändern, wenngleich etwas Zählbares am Ende nicht zu Buche schlagen sollte. Denn nun gelang es dem HSK-Team um Kapitänin und spätere MVP Kirsten Prachtel, ihr volleyballerisches Können unter Beweis zu stellen. Ein munteres Spiel auf AUgenhöhe entstand, das bis zum Schluss offen war. Erste Matchbälle des Teams aus Hildesheim konnte der RC noch abwehren, doch am Ende stand es dann doch 29:27 und somit 3:0.

„Wir haben es leider nicht geschafft, die widrigen Umstände im Vorfeld in positive Energie umzuwandeln und befreit aufzuspielen. Hieran werden wir in der nächsten Woche intensiv arbeiten, um der doppelten Herausforderung gegen den VCO Münster und den USC Münster besser entgegentreten zu können“, gab Barthel nach einer intensiven Auswärtsfahrt zu Protokoll. Sicher kam das Team im Sauerland wieder an.

Foto: Ralf Litera