wU14 – Quali B – Größe und Alter gewinnen nicht jedes Spiel – Volleyschäfchen erzielen verdient den Einzug zur Westdeutschen Endrunde

RC Sorpesee – VfL Ahaus 1:2 (25:19;17:25; 9:15)

RC Sorpesee – TV Gladbeck 0:2 (11:25;10:25)

RC Sorpesee – SCU Lüdinghausen 2:1 (25:22;21:25;18:16)

Nach einer etwas längeren Anreise konnte man die Halle in Gladbeck 45 Minuten vor dem Ausrichter betreten und die Zeit nutzen, um diverse Frisuren zu flechten. Als dann die anderen Mannschaften anreisten, begann langsam die Nervosität, denn wie gewohnt waren alle ungefähr doppelt so groß und nahezu 2 Jahre älter, denn die Volleyschäfchen traten mit 3 2009ern an, wofür extra das Gruppenkopfturnier der u12er abgesagt wurde.

Im ersten Spiel trafen die Mädels auf die Mannschaft aus Ahaus, die sie zunächst mit druckvollen und variablen Aufschlägen und Angriffen beeindruckten. So konnte man sich schnell absetzen und dominierte den ersten Satz. Man sollte meinen, ein sehr gelungener Start in das Turnier um den Einzug zur WDM. Doch dann wendete sich das Blatt: Die Mädchen vom See wirkten beeindruckt und fast ängstlich und nahmen mehr oder weniger nur passiv am Spiel teil. Man konnte kaum Laufbereitschaft erkennen und auch die Angriffe wurden ohne Risiko gespielt, sodass die Mädchen aus Ahaus immer mutiger wurden. Auch diverse Wechsel und Auszeiten konnten diesen Satz nicht mehr retten. So stand der erste Tiebreak auf dem Programm. Auch da waren die Mädchen vom See eher verhalten, sodass sie kaum Druck aufbauten und nicht die gewohnte präzise Leistung ab riefen, sodass Ahaus die ersten zwei Punkte in der Tabelle vermerken konnte.

In den folgenden Spielen lag die Favoritenrolle klar bei den Gegnern aus Gladbeck und Lüdinghausen, sodass das Trainerteam sich auf die Fahnen schrieb, den Mädchen den Spaß am Sport zurückzubringen. Dies gelang gut. Auch wenn die großgewachsenen Mädchen aus Gladbeck das Spiel in allen Elementen dominierten, schien die Angst der Volleyschäfchen wie weggeblasen und jedem noch so harte Angriff wurde sich gestellt. Dabei kämpften sie mit bekanntem Kampf- und Teamgeist, sodass sie auch während des Spiels schon mehrfach vom gegnerischen Trainer gelobt wurden. Da sich das Spiel zwischen Ahaus und Lüdinghausen unerwartet spannend gestaltete, hieß es aber noch nicht das Ende der Quali. Denn der SCU setze sich ebenfalls im Tiebreak gegen den VfL Ahaus durch.

So hieß es nun im letzten Spiel „Siegen oder Fliegen“, da der SCU, der VfL und RCS um die zwei verbleibenden Plätze bei der Westdeutschen. Den ersten Satz dominierten die Volleyschäfchen souverän und zeigten gleichen Kampfgeist wie im Spiel gegen Gladbeck. Alle gegnerischen Bälle konnten abgewehrt werden, man erkannte großen Willen in allen Gesichtern, das Spiel zu gewinnen. Sogar der ein oder andere Versuch zu blocken gelang. Nach spannenden Ballwechseln wurden die Mädels aus dem Sauerland aber belohnt und hatten den ersten Satz entgegen mancher Erwartung in der Tasche. Im zweiten Satz gelang es den Mädchen um Trainerin Anna Hoja das ganze Feld abzudecken, sodass unsere Mädeln kaum eine Chance hatten, einen direkten Punkt zu machen. So entstanden viele lange Ballwechsel, die am Ende auf Lüdinghausener Seite landeten und es erneut in den Tiebreak ging. Die Lüdinghausenerinnen nahmen die Motivation und den Ehrgeiz mit in den entscheidenden Satz, sodass sie schnell in Führung gingen. Beim 14:11 aus Lüdinghausener Sicht dann bereits enttäuschte Gesichter auf der Bank und neben dem Feld. Doch dann nahm alle eine unerwartete Rolle. Lüdinghausen verschlägt den Matchball, so dann also 12:14. Nora Asolli wird für den Aufschlag eingewechselt und schlägt einen glücklichen Netzroller, der uns das 13:14 bringt. Ein zweiter Aufschlag, der eigentlich ins Aus geflogen wäre, wird vom Gegner berührt, sodass es plötzlich 14:14 steht und alle Karten neu gemischt wurden. Ein weiteres Ass von Lena Barthel brachte die 15:14 Führung. Fokus und Ehrgeiz auf Sorpeseer Seite konnten schließlich den Satz noch in die richtige Richtung leiten und so gewann man 18:16. Doch dieser verdiente Sieg hieß noch lange kein Einzug zur WDM. Alle Mannschaften hatten je ein Spiel 2:1 gewonnen, sodass nun die Punkte ausgezählt werden mussten. Nach langem Bangen stand fest: Wir sind genau 3 Ballpunkte besser als die Mädchen aus Ahaus und dürfen somit am 28./29. März die Westdeutsche in Waltrop spielen! Auch das Resümee der Trainerin Brenscheidt kann sich hören lassen. „Wir haben zu lange gebraucht uns auf die Wettkampfsituation einzustellen und haben die Punkte gegen Ahaus liegen lassen. Am Ende hat sich aber das viele Training ausgezahlt, sodass wir uns den Einzug in die Endrunde mehr als verdient haben. Ich kann es immer noch nicht fassen.“

Dabei waren: Asolli, Barthel, Bürger, Hartnig, Krengel, Schluh, Steiner, Zimmer

 

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