RC Sorpesee sichert sich die Meisterkrone – 3:1 Erfolg in Langenfeld vollendet ein Volleyballmärchen

Selten wurde eine 2:0 Satzführung auf Seiten der Sauerländer Volleyballfans so ausgelassen bejubelt wie an diesem Sonntag, als die Volleyballdamen des RC Sorpesee mit 25:17 und 25:18 den entscheidenden Punkt im Meisterschaftsrennen der Dritten Liga sicherten. Schon bis hierher war es für das dezimierte Team aus Langscheid aber ein hartes Stück Arbeit, das bis zum erlösenden 3:1 Sieg gegen starke Langenfelderinnen aber noch viel mehr spannende Momente bieten sollte.
Mit den verletzten Lisa und Anna Baumeister sowie Leonie Hoffmann, den erkrankten Franziska Richter und Henrike Axt sowie den in der U 18 ebenfalls aus Krankheitsgründen unabkömmlichen Michelle Henkies und Theresa Lübke war das Aufgebot der RCS Damen für das schwere Auswärtsspiel am Sonntag im Vorfeld nicht unerheblich zusammengeschrumpft. Gut dass es in der Not beim RCS immer wieder Dinge gibt, die nicht kalkulierbar sind und in schwierigen Situationen plötzlich wie aus heiterem Himmel passieren. Diesmal war mit Franziska Meier, der in der Vorsaison noch aktiven, für diese Saison berufsbedingt bislang nicht im Einsatz befindlichen Mittelblockerin ein RCS Eigengewächs für ein Abenteuer in Langenfeld zu haben und mischte somit als Akteurin Nummer 8 fleißig mit. Die ersten zwei Sätze sind schnell zusammengefasst: Langenfeld stark und mit Vorteilen in der ersten Satzhälfte, Sorpesee zunächst unsicher, mit zunehmender Satzdauer aber immer dominanter und mit dem längeren Atem. Die 2:0 Satzführung also vollkommen verdient: Jubel, Trubel und Heiterkeit.
Auf der anderen Seite aber roch ein erfahrenes und bestens besetztes Team aus Langenfeld aber gerade in dieser Situation seine Chance. Trainer Michael Wernitz stellte seine Mannschaft erneut um und es entwickelte sich ein Schlagabtausch auf gutem Niveau und enormer Intensität. Beide Trainer brachten sich mit Vollgas ins Spiel ein; RCS Trainer Julian Schallow sogar zu sehr, sah er doch vom Schiedsgericht in diesem engen Satz die gelbe Karte. „Das war kein guter Stil von mir und hat nicht zur Ruhe in der Mannschaft beigetragen“ kommentierte der Sanktionierte die Situation später. Das Spiel wogte hin und her, beim 20:20 hatte der RCS den Ausgleich erkämpft, um sich beim 21:23 wieder mit dem Rücken an der Wand zu sehen. Erneuter Ausgleich und Punktchance für die Gäste zum 24:23. Zwei Angriffsfehler aber brachten Sorpesee aus dem Tritt und die SG Langenfeld beim 25:23 zurück ins Spiel.
Wer nun glaubte der RCS in kleiner Besetzung würde gegen eine immer stärker werdende Langenfelder Auswahl ob der gesicherten Meisterschaft klein bei geben und Punkte lassen, der sah sich getäuscht. Angetrieben von zwei unermüdlichen Annahme Außen Nicole Freiburg und Katharina Schulte-Schmale kam das Team um die stärker werdende Zuspielerin Lara Drölle eindrucksvoll zurück. Johanna Voß und Kirsten Platte steuerten Blockpunkt um Blockpunkt bei und Libera Lisa Hennecke stellte sich immer besser auf das variable Angriffsspiel der SGL ein. Beim 16:13 hatte der RCS eine kleine Lücke gerissen und sicherte sich mit einer glänzend aufgelegten Lena Vedder im Endspurt einen 25:17 Satzgewinn gleichbedeutend mit drei Punkten in Langenfeld.
Ausgelassener Jubel wo man nur hinschaute und ein historischer Moment für die Volleyballabteilung des RC Sorpesee. Die zahlreichen mitgereisten Fans schlossen sich der Feierstimmung an und unter Pauken und Fangesängen wurde der ein oder andere Siegersekt geköpft. Basis der Feier aber ein gar nicht hoch genug einzuschätzender Sieg gegen einen starken und aufopferungsvoll kämpfenden Gegner aus Langenfeld. Ein Sieg der Lust macht auf mehr, drei weitere Partien in der Dritten Liga West für den RC Sorpesee. Die Chance weiter am eigenen Volleyballmärchen zu schreiben…

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