Platz 4 für die U18 bei den Westdeutschen. „Nur“ oder „Schon“?

Am Ende war es nicht ganz klar: ist es „nur“ der vierte Rang, den unsere U18-Mädels bei den Westdeutschen Jugendmeisterschaften in Iserlohn rausholten, oder war es ein respektables Ergebnis für die Mädels vom See?

 

Die Wahrheit liegt wohl wie so häufig genau in der Mitte. Denn, das konnten die zahlreich mitgereisten Eltern und Fans sehen, die HSK-Girls spielten vor allem am Samstag, aber auch im Halbfinale einen schönen Streifen Volleyball. Und doch fehlte es am Ende an ein, zwei Punkten, um das Ticket zu den Deutschen Meisterschaften in Emlichheim zu lösen.

 

Aber alles der Reihe nach.

 

In der Vorrunde standen auf der anderen Netzseite zwei Hochkaräter des Jugendvolleyballs. Der Moerser SC und der USC Münster. Kein leichtes Los, das war allen klar. Und so entwickelte sich auch das Auftaktspiel der Mädels vom See gegen das Team vom Niederrhein. In Satz eins fantastisch gestartet und auch souverän gewonnen, ging die Achterbahnfahrt los. In Satz 2 lief nur wenig zusammen, und so setzte sich der MSC zu Recht ein wenig ab. Alles Aufbäumen kam zu spät. Der Tie-Break musste entscheiden. Da löste das Team um Kapitänin Kimmi Drewniok die Handbremse. Gerade noch rechtzeitig, so dass Spielerinnen und Betreuer am Ende einen 2:1-Erfolg bejubeln konnten.

 

Gegen das Nachwuchsteam des Bundesstützpunktes aus Münster dann eine Sahneleistung. Dem Gegner aus Westfalen ließ man nicht den Hauch einer Chance, ein deutliches – und verdientes – 2:0 stand am Ende im Ergebnisfeld des Spielberichtsbogens. Gleichbedeutend war dies mit dem Gruppensieg in der Vorrunde.

 

Die Losfee bescherte sodann den SV Wachtberg als Viertelfinalgegner. Ein Gegner, den man in der Ligarunde nur knapp bezwang. Doch dieses Mal lief es besser. Immer und immer wieder punkteten die RCS-Mädchen, so dass bereits nach knapp 40 Minuten das Ticket für das Halbfinale gebucht war. 2:0 bezwang die Barthel-Truppe den Gegner aus dem Bonner Raum.

 

Dann am Sonntag das Match gegen den RC Borken-Hofeld. Die Westmünsterländer hatten bereits am Samstag für viel Furore gesorgt und zu Recht ihre Vorrundengruppe gewonnen. Man war also vorgewarnt. Leider ließ sich die U18 von den – zugegeben starken – Aufschlägen und den plazierten Angriffen der RCB-Athletinnen zu sehr aus dem Konzept bringen. Es entwickelte sich im ersten Satz ein Spiel auf Augenhöhe. Zwei, drei unglückliche Situationen indes führten zu einem 25:22-Erfolg der Gegnerinnen. Kopf in den Satz stecken? Nicht mit dem RCS! Und so gab man noch einmal Gas. Gas, das erst in der Verlängerung des Durchgangs ausging. 24:26 stand auf der Anzeigentafel, als sich die Mädchen tröstend in den Armen lagen. Die Enttäuschung war groß, hatte man doch schon bei der U20 und U16 die Halbfinals jeweils verloren.

 

Das kleine Finale gegen TSV Bayer Leverkusen ist schnell erzählt. Noch enttäuscht von dem engen Ausscheiden im Halbfinale lief nicht alles rund, so dass auch dieses Spiel mit 0:2 verloren ging.

 

Was bleibt am Ende? Eine tolle Leistung in vier Spielen der Westdeutschen Meisterschaft, die am Ende nicht mit einem Platz auf dem Treppchen belohnt wurde. Die Erkenntnis, dass der RCS mit seinen Nachwuchsspielerinnen in NRW ganz weit vorne mit dabei ist. Und der feste Wille, im nächsten Jahr den nächsten Angriff auf einen podestplatz zu starten.

 

Bleibt noch eins zu sagen: Danke an die vielen Eltern und Fans, die ihre Mannschaft während der gesamten Saison mit ganz viel Leidenschaft unterstützt haben. Ihr seid klasse!!!

 

Für den RCS aktiv:

Lisa Achtzehn, Henrike Axt, Felicia Blume, Kimberly Drewniok, Lara Drölle, Michelle Henkies, Lisa Kaiser, Theresa Lübke, Kim Spreyer, Wiebke Stockmann, Vanessa Vornweg, Johanna Voß

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