RC Sorpesee – SG FDG Herne 3:2 (25:23, 24:26, 17:25, 25:20, 15:11)
Viel mehr zumindest an Spannung hätte die Begegnung des RC Sorpesee gegen die Gäste aus Herne nicht bieten können und auch die Spielzeit wurde mehr als nur ausgereizt. 3:2 zeigte die Anzeigentafel am Ende eines langen Volleyballtages nach über zwei Stunden dramatischem Auf und Ab und die Punkte drei und vier konnten notiert werden für den Aufsteiger von der Sorpe. Ein verdienter Sieg auch nach Meinung der zahlreichen Zuschauer, sicher nicht glanzvoll herausgezaubert aber doch ehrlich erarbeitet und immens wichtig für Moral der Gastgeberinnen...Der RCS begann im Vergleich zu den letzten Aufgaben leicht verändert. Kapitänin Kirsten Platte übernahm für die noch krankheitsgeschwächte Aline Papenkort die Position der Libera, Katharina Schulte-Schmale sprang als Übergangskapitänin in die Bresche. Die Umstellungen forderten ihren Preis, suchte das Team doch in der ersten Hälfte des ersten Satzes noch spürbar nach Rhythmus. Die Abstimmung in Annahme und Abwehr lief noch nicht perfekt, zudem wurde früh klar, dass alle Befürchtungen hinsichtlich der Herner Diagonalspielerin Kira Walkenhorst sich bewahrheiten sollten. Sie machte ihre Punkte, ob im Aufschlag, im Angriff oder auch im Block, war in dieser Phase für den RCS nicht zu stoppen. Über kompaktes Spiel und geschickte Ballverteilung durch Katharina Thüsing kam das Team aber Punkt für Punkt heran und sicherte sich durch starke Hinterfeldangriffe von Luba Frikkel und Lena Vedder Satz 1 letztlich im Endspurt mit 25:23.
Der gewonnene Auftaktsatz tat der Mannschaft sichtlich gut, der Start in Satz 2 verlief deutlich reibungsloser als noch im ersten Durchgang. Der RCS Blockte stark vor allem in Person von Lena Stüeken und Franziska Meier und hatte Mitte des Satzes einen kleinen Vorsprung herausgespielt. Jetzt aber legte Herne einen Gang zu und setzte dem Annahmeriegel der Gastgeberinnen, der ansonsten tadellos arbeitete, mit starken Aufschlägen zu. Zwar stabilisierte Annahmespezialisten Aline Papenkort in dieser Phase die Annahme wieder, der Vorsprung jedoch war aufgebraucht und es ging Kopf an Kopf ins Satzfinale, wo der RCS beim 24:22 zwei Satzbälle zu Buche stehen hatte. Sowohl in Sideout als auch im Block machte aber jetzt Herne die Punkte und drehte den Durchgang zum 26:24. Satzausgleich 1:1 und alles wieder auf Null.
Ein Situation die für den RCS sicher schwerer zu verkraften war, vor allem aufgrund der liegengelassenen Chancen. Und so dauerte es bis etwa Mitte des Satzes bis bei den Gastgeberinnen wieder an konzentriertes Spiel und schnelle, lockere Beine zu denken war. Herne zog davon, immer wieder in Form von spektakulären Angriffen ihrer Kapitänin, schnell hatte das Team 7 gar 10 Punkte Vorsprung herausgespielt und profitierte von einfachen Fehlern des RC Sorpesee. Ein Vorsprung der nicht mehr aufzuholen war und trotz der Verstärkungen von der Bank in Form von Lisa Hennecke und Kimberly Drewniok den erneuten Satzverlust zur Konsequenz hatte.
2:1 Satzrückstand, Herne gut im Spiel und von Lockerheit beim RCS nichts zu sehen, schwierig da noch positiv zu bleiben und auf die eigene Chance zu vertrauen. Aber nicht unmöglich wie die Sätze vier und fünf in der Folge zeigen sollten. Der RCS arbeitete sich zurück ins Spiel, angetrieben von einer immer stärker werdenden Kirsten Platte, punkteten vor allem Lena Vedder und Kimberly Drewniok auf Zuspiel von Johanna Frikkel immer häufiger. Franziska Meier und Lena Stüeken stellten sich im Block immer besser auf Hernes Kira Walkenhorst ein und am Ende standen ein 25:20 und 15:11 und ein verdienter Fünfsatzerfolg zu Buche. Zudem die Gewissheit als Team mit 12 Spielerinnen am Ende doch die etwas besseren und kompakteren Karten gehabt zu haben! Die zahlreichen Fans zumindest honorierten die starke kämpferische Leistung mit wohltuendem Applaus, wenngleich einige von ihnen auch gerne etwas weniger Nerven gelassen hätten…
Es spielten: Kimberly Drewniok, Johanna Frikkel, Luba Frikkel, Lisa Hennecke, Franziska Meier, Aline Papenkort, Kirsten Platte, Katharina Schulte-Schmale, Lena Stüeken, Katharina Thüsing, Lena Vedder, Johanna Voß




