Historie

Die Mitgliederzahlen stiegen in den achtziger Jahren über die dreihunderter Marke, das war der intensiven Jugendarbeit im Rudern zu verdanken, welche in diesen Jahren stattfand.

Beginn der RCS-Volleyballabteilung

Seit September des Jahres 1990, seit der Inbetriebnahme der Turnhalle Langscheid, wird die Jugendarbeit um den Bereich Volleyball erweitert. Hans Schlecht, Altvolleyballer und Ruderclubmitglied seit seiner Jugendzeit, bietet leistungsorientiertes Volleyballspielen für Mädchen an. Dadurch finden im Laufe der folgenden Jahre viele Mädchen Gefallen am Volleyballspiel und treten dem Verein bei.
In dem Protokoll der Jahreshauptver-sammlung 1991 steht dann auch zum ersten mal ein Volleyballwart zur Wahl, ein Posten, der natürlich an Hans Schlecht vergeben wird. In den nun folgenden Jahren ist der Volleyball neben dem Rudern ein eigenständiger äußerst erfolgreicher Sportbereich. Die Volleyballsonntage, die Meisterfeiern und die Mädchen, die dazugehören, sind aus dem Vereinsleben nicht mehr wegzudenken.

Im Jahr 1991 übernimmt Renate Noll die Kassenführung, diese sollte sie zehn Jahre lang vorbildlich führen. Beim Anrudern 1991 waren ca. 60 Ruderer auf dem Wasser, sie waren bei der anschließenden Bootstaufe ein würdiger Rahmen. Zwei Rennboote, „Flaute“ und „Mauerspecht“ wurden getauft. 10 Herren und 2 Damen nahmen erfolgreich am Triathlon Rheine teil. Helga Wortmann belegte bei den Landesmeisterschaften der Schulen je einen 1. und einen 3.Platz.
Ein neues Bauvorhaben sieht den Anbau einer Bootshalle neben dem Bootshaus vor. Darüber wird eine Sonnenterrasse angelegt. Ein Teil der Bootsboxen soll voraussichtlich diesem Vorhaben zum Opfer fallen. Ein heftiger Streit entbrennt über die Diskussion, ob Holz oder Steine verwendet werden…

Im September 1992 übernimmt Petra Papenkort das Kinderturnen und wird dann auch verantwortliche Ruderwartin für Kinder im Vorstand.
Im geschäftsführenden Vorstand gibt es eine Änderung. Ute Schlecht übernimmt das Amt der 2.Vorsitzenden, Wolfgang Bues das Amt des Schriftführers.
Im Sommer des Jahres 1993 wird in Handarbeit eine Beachvolleyballanlage neben dem Bootshaus angelegt. Hier finden sich bei gutem Wetter fast täglich Interessierte zum Volleyballspielen ein. Leider muss die Liegewiese dafür weichen.

Regattaerfolge mit gemischten Mannschaften

Im Jahr 1994 stehen erneut Beitragserhöhungen an. Die umstrittene Neuregelung setzte sich dann jedoch durch. Kinder und Passive Mitglieder 5.-DM, Jugendliche 8.-DM, Erwachsene 18.-DM, Ehepaare 24.-DM, Familienbeiträge werden weiter je nach Anzahl der Kinder zwischen 24.- und 32.-DM berechnet. Die Ruderer Thomas Kemper und Emil Putz besuchen die Fisa-Masters Championats in Groningen und kehren mit Medaillen zurück. Im Sommer 1994 besteht die Sorpetalsperre 60 Jahre. Dies feiern die Langscheider mit einem großen Seefest auf dem Sorpedamm. Der Ruderclub beteiligt sich aktiv an der Gestaltung. Einige Boote gehen abends, während „Sorpe in Flammen“ stattfindet, aufs Wasser. Tagsüber wird ein Ergometerwettbewerb angeboten, nach dem Motto „Ruderer auf dem Damm“.

Im Herbst feiert der Ruderclub in fröhlicher Gemeinschaft den 60.Geburtstag seines 1.Vorsitzenden in Form einer Überraschungsparty. Aus dem Ausland reist ein Überraschungsgast an, der ehemalige Vereinskamerad Peter Baumeister aus Frankreich. Eine telefonische Hotline bringt Glückwünsche aus Südafrika von Olli.

Das Jahr 1995 brachte ein Großereignis im Volleyball: die Ausrichtung der Westdeutschen Meisterschaft der weiblichen E-Jugend in der Dreifachhalle in Sundern. Ruderer und Volleyballer organisierten gemeinsam ein tolles Sportfest, das vom Gewinn der E-Jugendmeisterschaft unseres Vereins gekrönt wurde. Kurz vor der Siegerehrung mussten Eingeweihte dem 1.Vorsitzenden die Spielregeln erklären, der Bürgermeister fragte auch an, wann denn ein „Tor“ sei, Adolf Lübke war vom Anfeuern mit der Tröte so erschöpft, dass er die Siegerfeier nicht mehr mitmachen konnte.

Bei den Deutschen Meisterschaften belegten die Mädchen dann den 5. Platz .
1995 wird ein nagelneuer Vierer angeschafft. Nach wochenlanger Diskussion um einen möglichen Namen für das Boot wird es doch tatsächlich heimlich getauft von den „Lieben Alten“.
Seit einiger Zeit wurde am Ausbau eines Hantelraumes gearbeitet, welcher im Februar 1996 fertig wurde und eifrig von jung und alt genutzt wird. Engagierte Helfer waren unter anderem Thomas Kemper, Christof Naploszek, Andi Bierhoff, Steffi Gerstung und Elke Jürgens.

Rudersportliche Ereignisse sind besonders die Wanderfahrt auf der Lahn für Jugendliche gewesen, der Gesamtsieg und Gewinn des „Blauen Bandes“ auf der Biggeseeregatta mit den Ruderern Christof Naploszek, Stefan Feldmann, Thomas Kemper und Emil Putz .
1996 wird gefeiert: Der Ruderclub besteht 40 Jahre. Aktuelle Mitgliederzahlen sind 334 Mitglieder, davon 160 männliche und 174 weibliche! Es sind 165 unter 18 Jahre alt.

Für die Bewältigung der immer aufwendiger werdenden Transportlogistik besonders der vielen Jugendmannschaften im Volleyballbereich wurden Vereinsfahrzeuge angeschafft. Große Unterstützung erhielt der Verein von heimischen Betrieben und Gastronomen, die mit Werbeanzeigen das erste Fahrzeug für 5 Jahre finanzierten. Später zeigte sich die Sparkasse als großzügiger und stets ansprechbereiter Partner des Vereins in Sachen Vereinsbullis..

Neue Ideen zur Mitgliederwerbung werden umgesetzt. Einsteigerkurse für interessierte Erwachsene bietet Steffi Gerstung an. Schnuppertage führen zu mehr Interessenten auch im Jugendbereich. Übungsboote werden angeschafft und der Ruderbetrieb belebt. Emil Putz greift ins Trainergeschäft aktiv ein. Die Arbeit zahlt sich aus. Im Jahr 2002 gewannen seine Schützlinge Sebastian Papenkort und Martin Ullrich die Landesmeisterschaft und wurden Deutsche Vizemeister der B-Junioren im Leichtgewichtsdoppelzweier.

Ferienfreizeit 2002 am Tarn / Südfrankreich

Die Volleyballabteilung entwickelt sich stetig weiter.
Jugendarbeit wurde auch in diesen Jahren großgeschrieben. 2001-2004 fanden 4 Sommerfreizeiten statt. Sportliche Kinder machten sich mit einigen Erwachsenen auf den Weg zum Zelten, Kochen, Bergsteigen und Kanufahren. Ziele waren das Tarntal in Frankreich, Oberstdorf oder Texel. Beeindruckende Landschaftseindrücke und die sportlichen Herausforderungen bleiben in
Erinnerung.

In den Osterferien werden Skifreizeiten in Galtür/Österreich für die Vereinsjugend angeboten, die Gerd Loerwald organisiert.

Die Jugendlichen selbst nehmen unter der Regie von Leschek Kroll die Gestaltung eines Jugendraumes in Angriff. Natürlich holen sie sich die Hilfe der kompetenten Erwachsenen Baufachleute dazu.
Das letzte Paddelbootboxenfeld muss dann dem Ausbau eines Übernachtungsraumes weichen. Hier können nun Trainingslager mit Übernachtung abgehalten werden.

Im Sommer 2004 fanden die Olympischen Spiele in Athen statt. Überraschend konnte sich die Volleyballnationalmannschaft dafür qualifizieren. Mit ihr reiste RCS-Mitglied Julia Schlecht nach Athen. Sie belegten den 9.Platz im olympischen Turnier. Zu Hause wurde Julia von ihren Vereinskameraden mit einem „Olympiaempfang“ geehrt.

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