Historie

Erweiterung des Aufenthaltsraums

Eine Erweiterung des Aufenthaltsraumes wurde in Eigenleistung durchgeführt. Besonders die Ruderkameraden Ulli Schäfer, Dieter Jortzick und Rainer Weische arbeiteten täglich auf der Baustelle Bootshaus.

Im Jahre 1980 stieg die Mitgliederzahl auf 170 Mitglieder. Ein großer Schwung junger Leute zwischen 14 und 15 Jahren fand den Weg ins Bootshaus, wie die Mitgliederaufnahmeformulare zeigen. Um diese kümmern sich besonders rührig die beiden engagierten Übungsleiter Wilfried Günther und Gerhard Baumeister. Sie gestalten den Übungsbetrieb, organisieren Schnitzeljagden und Zeltlager, so dass daraus eine feste Gruppe von aktiven Jugendlichen werden konnte. Einige dieser damaligen Jugendlichen haben bis in die Gegenwart dem Verein die Treue gehalten, wie Thomas Kemper, Andreas Bierhoff, Sebastian Flügge, Stefan Feldmann, Petra Papenkort und Stefan Lübke, um nur einige zu nennen.

Wilfried „Wippop“ Günther

Auf der Jahreshauptversammlung wurde von Wilfried Günther ein umfangreicher Sportbericht abgegeben. Die Kilometerleistung konnte gesteigert werden auf 20238 km. Es wurde angeregt, dass die größte km-Leistung mit einem Preis bedacht wird. Herr Maßmann erklärte sich bereit, diesen Preis zu stiften . Jahrelang wurden in der Folge die „Kilometerkönige“ auf einem Wandbrett in Metall verewigt, auch heute noch werden sie auf jeder Jahreshauptversammlung geehrt.

Dieter Jortzick und Adolf Lübke in der „Flaßmecke“

Verschiedene Regatten wurden erfolgreich besucht – zum Beispiel die Biggeseeregatta, die 1977 erstmalig durchgeführt worden war und in den folgenden Jahren zum festen Bestandteil des Regattaplans wurde; mit bis zu 60 jungen und älteren Ruderinnen und Ruderern beteiligte sich der RCS alljährlich an der Biggeseeregatta. Bis in die Gegenwart hinein wird von nun an eine Reihe von Pokalen alljährlich von dort an den Sorpesee gefahren. Meist wurde der RCS Gesamtsieger, oft erfuhren sich die aktiven Älteren oder Jüngeren „Das Blaue Band“ für die drei zeitschnellsten Runden. Die damit gewonnenen Trophäen zieren das heimische Bootshaus. Verbunden wurde der Regattabesuch mit einem Zeltlager auf dem Gelände des Campingplatzes und des heutigen Ruderclubgeländes am Biggesee. Cheforganisator war für alle diese Veranstaltungen Rainer Weische.

Sommer am neuen Bootshaus, noch ohne Beachvolleyballfeld

Das Jahr 1981 war ein besonderes Jahr. In diesem Jahr feierte der Verein sein 25jähriges Bestehen. Es konnte die km-Leistung erheblich gesteigert werden auf 26060 km. Das lag wiederum an der guten Trainingsbeteiligung der Jugendlichen. Auch in den folgenden Jahren waren es besonders die jugendlichen Mitglieder, die für eine Steigerung der Jahresruderkilometer sorgten.
1982 waren es bereits 27 847km. Rainer Weische sorgte als Jugendleiter für die starke Regattabeteiligung der Jugendlichen in Wetter, auf dem Biggesee und in Ennepetal. Flügge, Kemper, Bäumker, Feldmann und Mehwald nahmen an offiziellen Regatten teil und fuhren überlegene Siege ein.
Bei herrlichem Sommerwetter wurde der Steg neu gebaut. Mit von der Partie beim Bau Dieter Jortzick, Gerd Papenkort und Christof Naploszek und einige andere.
Im Jahr 1983 schnellte die Jahreskilometerleistung auf über 30 000km hoch. Die Mitgliederzahl stieg an, viele Neuzugänge auch in den Jahren bis 1989 waren Mädchen.
Christof Naploszek erwarb die Jugendleiterlizenz und übernahm den Posten des Jugendleiters. Rainer Weische wurde Organisationsleiter. Gemeinsam mit den verdienten Übungsleitern Dieter Jortzick, Helmut Wortmann, Wilfried Günther und Gerhard Baumeister gestalteten diese beiden ein reges Vereinsleben unter Einbeziehung des Nachwuchses. In dieser Zeit trugen sich über 100 aktive Ruderer in die Kilometerliste ein. Aufgenommen ins Regattaprogramm wurde die 24-Stunden-Regatta in Hürth. In den folgenden Jahren nahm man alljährlich mit 60 bis 80 Ruderern teil, davon waren bis zu 30 Jugendliche. Eine Zeltstadt wurde aufgebaut und rund um die Uhr in wechselnder Besetzung gefahren.
Neu ins Jahresprogramm wurde der Rheinmarathon von Leverkusen bis Düsseldorf aufgenommen, eine 42,195 km lange Ruderstrecke. Gefahren drohten hier vom regen Schiffsverkehr und hohem Wellengang. Unsere Boote, für den Verkehr auf solchen Gewässern eigentlich nicht geeignet, mussten daher mit Planen provisorisch abgedeckt werden. Es war eine echte Herausforderung an die Steuerleute. Da zog sich Steuerfrau Monika Lenninghaus gleich einen Taucheranzug an.. In den Jahren `83,`84,`85 wurde der Ruderclub dort als punktbester nichtrheinischer Verein geehrt.
Anne Noll wird zur Ruderwartin für Frauen gewählt. In den folgenden Jahren aktivierte sie eine Reihe von Frauen zu allerlei sportlichen und geselligen Zusammenkünften, das Frauenrudern nahm einen Aufschwung.
Das 50jährige Bestehen der Sorpetalsperre im Sommer 1984 wurde unter Beteiligung des Ruderclubs gefeiert. Beim Programmpunkt „Sorpe in Flammen“ gingen auch die Ruderer mit Fackeln aufs Wasser. Auch eine Stegfahrt wurde organisiert, begleitet von einem „Beiboot“ mit „Toilettenservice“ für die Damen.
Im Jahre 1985 stieg das Haushaltsvolumen auf 32000.-DM. Eine Ruderwartin für Kinder wurde gewählt, Ute Schlecht. Seit November 1983 hatte sie in der Turnhalle Hachen eine Kinderturnstunde angeboten, die sehr gut angenommen wurde.. Mit Spielen, Geräteturnen, Sportabzeichenübungen, Konditionsprogramm und gezielter Gymnastik wurden die Stunden gestaltet. Das Kinderturnen ist bis heute ein Element der Sportkonzeption des Ruderclubs geblieben.
Der Regattabericht ergab, dass insgesamt 17 Regatten besucht worden waren, 63 Siege eingefahren wurden, davon 24 allein von Emil Putz, der seit einiger Zeit zum Verein gehörte. Unter anderem gewann ein Vierer bei dem Rheinmarathon mit der zweitschnellsten aller bis dahin geruderten Zeiten, nämlich mit 2:05h. Mit im Boot saßen Schlagmann Emil Putz, Christof Naploszek, Thomas Kemper und Stefan Feldmann. Steuerfrau war Steffi Gerstung.
Im Jahre 1986 besteht der Ruderclub Sorpesee 30 Jahre und veranstaltet seine erste eigene Trimm-Langstreckenregatta. Aus finanziellen Gründen werden die Startnummern selbst genäht und beschriftet. Sie erweisen sich bei den künftig alljährlich stattfindenden Regatten als sehr brauchbar und haltbar, sie stehen den „gekauften“ in nichts nach. In diesem Jahr wurden insgesamt 33594 km gerudert, 68 Siege konnten errungen werden. Emil Putz sorgte als Veteran auch in den folgenden Jahren für viele Siege bei den zahlreichen Regattabesuchen. Man besuchte mit einigen Jugendlichen nun auch verstärkt offizielle Regatten und schickte sie in Rennbooten aufs Wasser. Rene Lübke, Frank Jortzick im Doppelzweier, Karsten Baumeister, Heiko Kossack, Ralf Lübke und Michael Vierhaus im Doppelvierer und Heiko Kossack auch im Einer nahmen sogar an den Landesmeisterschaften teil, auch an den Landesmeisterschaften der Schulen und belegten hervorragende zweite und dritte Plätze. Dort starteten ebenfalls die Mädchen Beate Baumeister, Yvonne Lübke und Helga Wortmann, letztere konnte sogar ihr Rennen gewinnen. Heiko Kossack, ein umfassend begabter Sportler, starb 1996 bei einem Autounfall in Kiel.

RCS-Doppelzweier

Im Jahr 1987 lernten einige Ruderer auf ungewöhnliche Art und Weise Berlin
kennen. Nach einem Regattabesuch in Meschede löste sich der Bootsanhänger von der Zugmaschine. Dabei wurde der Achter erheblich beschädigt und musste in die Werft nach Berlin gebracht werden. Ein Zugwagen lud das defekte Boot auf den Anhänger und fuhr nach Berlin. Begeistert von der Stadt und ihren Gewässern sowie den Rudermöglichkeiten fuhr der Verein mit mehreren Mannschaften anschließend zur Regatta „Quer durch Berlin“. Dies ist eine internationale Langstreckenregatta auf Berliner Gewässern. Hier siegte der C-Gig-Vierer mit Steuermann in der Besetzung Gerd Loerwald, Günther Noll, Hans Evers und dem Schlagmann Christof Naploszek in der Altersklasse Mindestalter 27.

Die Ruderkameraden Christof Naploszek und Emil Putz legten als erste Mitglieder des Ruderclubs Sorpesee die Trainer B-Lizenz an der Trainerakademie in Köln ab. Der ehemals so erfolgreiche Jugendruderer Gerd Loerwald mischt sich ins Trainingsgeschehen ein. Er organisierte eine Radwandertour „Tour de Ruhr“ durchs Ruhrgebiet, wobei Jugendliche mit dem Fahrrad quer durchs Ruhrgebiet von einem Ruderverein zum anderen fuhren. Herrliche Erinnerungen für die jungen Leute!

RCS-Doppelvierer mit Gerd Loerwald, Günther Noll, Stefan Feldmann und Sebastian Flügge

1989 planten die Alten Herren eine Wanderfahrt nach Polen zu den Masurischen Seen. Mit vielen geruderten Kilometern und angefüllt mit herrlichen Bildern der masurischen Landschaft und vielen Erlebnissen kamen sie zurück. Der Ruderkamerad Uwe Thews machte sehenswerte Dias, die jahrelang als fester Programmpunkt des Herrenabends im Dezember angesehen wurden…

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