Historie

Alte Geschichten:

Die ersten Regattateilnahmen

Am 7.5.1960 wurde Herr Maßmann wiedergewählt als 1.Vorsitzender, ihm zur Seite stand für die nächsten Jahre Herr Walter Spielkamp. Helmut Wortmann wurde diesmal zum Geschäftsführer gewählt, er war gleichzeitig Schriftführer und Jugendwart.

Im Jahre 1960 wurden schließlich die Reparaturarbeiten am Staudamm beendet und das Wasser langsam wieder aufgestaut. Nun konnte der Trainingsbetrieb auf dem Hauptstaubecken bald wieder aufgenommen werden.

Die Beitreibung der Beiträge gestaltete sich damals besonders schwierig. Viele Mitglieder sah man das ganze Jahr über nicht, sie konnten als Barzahler insofern nicht belangt werden. So ergaben sich bereits im Jahr 1961 mehrjährige Rückstände bei einer Reihe von ihnen. Dies führte dazu, dass einige aus dem Verein wieder austraten, als eine Mahnung einging. Andere wurden wegen mangelndem Interesse einfach gestrichen. Nur so konnte man einen Überblick über die tatsächliche Mitgliederzahl erhalten. Zu allem Unglück trat der Kassierer plötzlich zurück, da ihn berufliche Veränderungen ganz aus dem Sauerland wegführten. So wurde die Neuwahl eines Kassenwartes notwendig, Helmut Wortmann übernahm dieses Amt. Er legte ein Kassenbuch an, das von 1961 bis 1973 geführt wurde, in welches er alle Einnahmen und Ausgaben mit buchhalterischer Genauigkeit und überprüfbar eingetragen hat. Der scheidende Kassierer übergab seiner Nachfolgerin Regina Baumeister an Sachwerten 82 Vereinsnadeln, 10 Sporthemden, weiß, und 10 Sporthosen blau. Der Kassenbestand belief sich auf 235,75 DM beim Postscheckamt, der Bargeldbestand auf 95,11 DM.
Erst 1973 eröffnete man ein Girokonto und führte das Lastschriftverfahren ein, so dass die Beitreibung der Mitgliedsbeiträge erheblich erleichtert wurde.
Das Training wurde von Helmut Wortmann geleitet, an den Wochenenden ist aus Dortmund Herr Walkenhorst verpflichtet worden. Helmut Wortmann legte in dieser Zeit seine Fachübungsleiterprüfung ab. In der Turnhalle Hachen am Sportplatz wurde eine Wintertrainingsstunde.

Endlich war es soweit, dass ein eigenes Boot angeschafft werden konnte, es war ein gebrauchter Doppelzweier für 250.-DM. Vom Neusser Ruderverein wird im April 1962 ein gebrauchter Rennvierer „Sorpe“ gekauft für 1000.-DM, es wurden Zuschüsse beantragt beim LSB und dem Kreis Arnsberg. Mitglieder spendeten insgesamt 165.-DM für dieses Rennboot. Für den Regattabetrieb bedeuteten diese Anschaffungen eine erhebliche Verbesserung der Rennsituation und damit auch der Siegchancen.
Ins Inventarverzeichnis eingetragen wurden 1963 ein C-Einer „Hönne“ und ein Kunststoffeiner „Ruhr“. Beide wurden von der Werft Empacher gebaut. Der Transport der beiden neuen Boote gestaltete sich ohne eigenen Bootswagen abenteuerlich: Helmut Wortmann transportierte die beiden Einer auf dem Dach eines Käfers, wo sie mit Metallrohren und Seilen an den Stoßstangen befestigte wurden.
Ruderwart ist in diesem Jahr Adolf Lübke.
Der Mitgliederbestand zeigt 52 zahlende Mitglieder an, davon 49 aktive und 3 unterstützende, insgesamt 10 weibliche. Als Frauenwartin wird Frau Edeltraud Barsch aufgeführt.
Im Oktober 1963 wird Helmut Wortmann geehrt mit einem Wanderpreis mit der Gravur „Wanderpreis im Einer-Vergleichsrudern des Ruder- und Kanuclubs Sorpesee 1956 e.V. Gewinner 1963 Helmut Wortmann.“ Der Preis wurde von Hans Maßmann gestiftet.

Am 24.2.1964 entscheidet der Verein, ein weiteres gebrauchtes Boot zu kaufen. Für 500.-DM wird der Rennvierer „Möhnesee“ von Etuf Essen erstanden. Inzwischen ist der Mitgliederbestand bei 63 angelangt. Eine Reihe motivierter Jugendlicher schließt sich dem RKCS an. Im wiedergewählten Vorstand arbeitet als Frauenwartin nun Frau Christa Schauerte mit. Im Sommer wurden einige Regatten besucht, zum Beispiel in Essen, Duisburg, Witten. In Essen startete der Sorpesee-Vierer mit Jortzick, Pötter, Thiele, Baumeister und Steuermann Josef Kurz. Im Endlauf gingen sie mit einer Luftkastenlänge Vorsprung vor dem Cochemer Ruderverein ins Ziel. Wilfried Günther fuhr sein erstes Einerrennen. Leider versteuerte er sich im Endlauf, musste mehrfach vom Schiedsrichterboot auf seine Bahn zurückverwiesen werden und wurde schließlich Vierter.

RKCS-Ruderer im Regatta-Dress

Am 30.6.65 hat der RKCS 58 zahlende Mitglieder, davon 11 weibliche. Ulrich Schäfer übernimmt das Amt des Schriftführers, das er für viele Jahre innehaben sollte, wie ein dicker Ordner mit seinen Schriftstücken , sauber und ordentlich abgeheftet, beweist. Gerhard Thiele übernimmt den Posten des Ruderwartes. In diesem Jahr wird wieder auf einigen Regatten gemeldet. Mit dabei ist Friedel Schlecht mit seinem ersten Sieg in einem Einerrennen auf der Regatta in Bad Ems. Auch der Jugendvierer mit Schültke, Schlecht, Papenkort und Jäschke startete in diesem Jahr mehrfach und belegte vordere Plätze in Bad Ems, Gelsenkirchen ,Dortmund und Minden.

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