Historie

Die ersten Ruderschläge:

Am 16.10.1956 fand die erste Vorstandssitzung des neu gegründeten Vereins statt. Hier wurde über die Erstellung einer Satzung beraten sowie die Frage nach Vereinsfarbe, Kleidung der Aktiven, Nadeln usw. aufgeworfen.
Im Mai des darauf folgenden Jahres trat der 1.Vorsitzende wegen Arbeitsüberlastung zurück. Für das Vereinsgeschehen war er nicht weiter tätig geworden, immerhin hatte er jedoch dem Verein „auf den Weg geholfen“ durch die Bereitschaft zur Übernahme des Vereinsvorsitzes.
Am 26.7.1957 fand eine weitere Vorstandssitzung statt, in der über eine Nachfolge des im Mai zurückgetretenen Vorsitzenden beraten wurde. In der Zwischenzeit war Herr Hans Maßmann zum Verein gestoßen, eine Persönlichkeit, die im Verlauf der Vereinsgeschichte noch an Bedeutung gewinnen sollte.

Riemenrudern auf dem Sorpesee

Die Generalversammlung am 22.9.57 war jedoch nicht beschlussfähig wegen mangelnder Anzahl an Teilnehmern. Aber das Notwendigste wurde besprochen, wie zum Beispiel die Wahl der Vereinsfarben blau und weiß. Über die Bestellung von einer Flagge, Bootsfahnen und eines Tischstanders wurde beraten. Da beabsichtigt war, demnächst Rennen zu fahren, wurde auch über die Anschaffung eines ersten eigenen Bootes diskutiert. Bis zum tatsächlichen Kauf eines eigenen Bootes sollte jedoch einige Zeit vergehen. Als Sportwart gab Helmut Wortmann Auskunft über bisherige Aktivitäten. Das Training der Ruderer und Kanuten wurde auf Mittwoch, 18.00 Uhr und Samstag, 16.00 Uhr sowie auf Sonntagvor- und nachmittag festgelegt. Herr Hans Maßmann wurde komissarisch in den Vorstand gewählt. Eine neue Generalversammlung wurde auf den 12.10.57 festgelegt.
In der nun beschlussfähigen Generalversammlung wurde dann Herr Hans Maßmann zum 1.Vorsitzenden gewählt, 2.Vorsitzender wurde Herr Heckmann, Geschäftsführer Herr Hans Grömmer, Kassierer Herr Möhlendor. Sportwart für Rudern und Kanu wurde Herr Herbert Winden aus Lüdenscheid, Pressewart Hans Grömmer, Jugendwart Helmut Wortmann. Zum ersten Mal gab es auch eine Frauenwartin, Frau Käthe Winden. Wanderwart für Rudern und Kanu wurde Herr Helmut Laß aus Langscheid. Es wurde angeregt, im Winter sogenannte Winterarbeit zu leisten in Form von Filmabenden, Heimabenden und Trainingsabenden, die zum Teil in der Schützenhalle durchgeführt wurden.
Die Bestandserhebung des LSB vom 24.6.1957 ergab eine Mitgliederzahl von 58 Mitgliedern , davon 3 weibliche. Am 27.1. 1958 war der Mitgliederstand weiter gewachsen auf 67 Mitglieder. Der Aufwärtstrend setzte sich fort, am 31.3.1959 wurden bereits 84 männliche und 6 weibliche Mitglieder gemeldet. Allerdings handelte es sich hierbei nicht nur um aktive bzw. produktive Vereinsmitglieder, sondern auch um Funktionäre, Geschäftsleute, Zulieferer des Landessportbundes, welche sich in irgendeiner Form Vorteile von der Mitgliedschaft versprachen. Mit der Gestaltung des Vereinslebens hatten viele Mitglieder daher nichts zu tun. In dieser Zeit wurde jedoch bereits kräftig gerudert, und das Leben am Bootshaus hatte tatsächlich einen Aufschwung erhalten. Junge Leute, die Spaß am Wassersport hatten trafen sich regelmäßig zum Training und auch zur gemeinsamen Freizeitgestaltung.

Sommer am Sorpesee

Im Winter 1959 wurde die Sorpetalsperre völlig entleert, weil am Damm Reparaturarbeiten vorgenommen werden mussten, die nicht unter Vollstau durchgeführt werden konnten. Die Beschädigungen rührten noch von den Angriffen auf die sauerländischen Talsperren im Jahre 1944. Diese Leerung der Sorpe führte zum teilweisen Erliegen der Aktivitäten und des Vereinslebens. Im Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 7.5.1960 wurde jedoch erwähnt, dass „einige stark interessierte Ruderer“ auf dem Vorstaubecken in Amecke trainierten. Die Ruderer kamen per „Taxi“ dorthin, die Boote lagerten derweil in einem Schuppen in Amecke. Sie nahmen im Sommer 1959 dann trotz der widrigen Umstände zum ersten mal an einer Regatta in Dortmund teil und konnten dort sogar ihr Rennen gewinnen. Zu diesen jungen Ruderern gehörten Wilfried Vielhaber, genannt „Möhren-August“, Helmut Laß, Gerhard Thiele, Adolf Lübke und Gerhard Baumeister.

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