Historie

Ruderer vor dem ersten Bootshaus des LSB NRW (jetzt Yachtclub Sorpesee)

Hugo Grömmer war Sportdezernent der Regierung Arnsberg. Seine Frau Grete bewirtschaftete das Ferienheim Hachen, die erste Einrichtung des LSB hier in Hachen, in der Jugendliche Ferien machten und Sportlehrgänge abgehalten wurden. Der Landessportbund errichtete dazu ab Juni 1951 sein erstes ständiges Zeltlager am Sorpesee. Es wurden Paddelboote zur Verfügung gestellt für die Erholung von Jugendlichen und Erwachsenen. Es gab auch alte Ruderboote.

1955 wurde das neue LSB Bootshaus bezogen. Zur Pflege und Unterhaltung des Bootshauses und des Bootsmaterials wurde das Hausmeisterehepaar Möhlendor eingestellt. Das Bootshaus und seine Boote konnten jedoch nicht in dem Maße genutzt werden wie sich der LSB vorgestellt hatte. Es gab noch keinen Acht-Stundentag und Samstags wurde gearbeitet. Damit die Boote auch über den Lehrgangsbetrieb hinaus genutzt werden, wurde die Idee geboren einen Ruder- und Kanuverein zu gründen. Diese Idee ging letztlich auf Herrn Hugo Grömmer zurück, welcher bei der Gründungsver-sammlung des Vereins ebenfalls mit anwesend war. Am Freitag dem 17.04.1956 trafen sich wassersport-interessierte junge Leute zu einer ersten Zusammenkunft.

 

Die Gründungsversammlung:

Auszug aus dem Protokoll der Gründungsversammlung:
„Nachdem bereits am 22.7.1956 eine Besprechung im Bootshaus des LSB am Sorpesee stattgefunden hat, wurde am 1.8.1956 im gleichen Hause unter Anwesenheit von 39 Personen der Ruder- und Kanuclub Sorpesee e.V. ins Leben gerufen. Alle Anwesenden wurden Mitglieder.

Herr Schröder begrüßte alle, besonders Herrn Hugo Grömmer und sprach seinen Dank aus, dass der LSB das Bootshaus zur Verfügung stelle. Herr Schröder sprach die Bitte aus, dem Ruder- und Kanusport mit vollem Eifer und Interesse nachzugehen, damit der Club zu einer frohen Gemeinschaft würde. Ferner solle man die Benutzung und die Einrichtung des Bootshauses zu würdigen wissen.

Der Vorstand wurde bis zur Generalversammlung, die voraussichtlich Mitte September stattfinden soll, provisorisch gewählt. 1.Vorsitzender wurde Herr Schröder, Arnsberg. 2.Vorsitzender Herr Heckmann, Arnsberg, Geschäftsführer Herr Grömmer jr., Hachen, Kassierer Herr Möhlendor, Langscheid, Sportwart Rudern Herr Helmut Wortmann, Hachen. Alle Vorstandsmitglieder wurden einstimmig gewählt. Der Übungsbetrieb wird ab Samstag, den 4.8.1956 aufgenommen. Herr Möhlendor erklärte sich bereit, ein Anschlagbrett anzufertigen. Die Mitgliedsbeiträge erstellen sich wie folgt:

Kinder von 10-14 Jahren 0,50DM je Monat
Jugendliche von 14-18 Jahren: 1,00DM je Monat
Erwachsene über 18 Jahre: 2,50DM je Monat
Ehefrauen: 1,00DM je Monat

Die Aufnahmegebühr soll für alle Gruppen die doppelte Höhe des Monatsbeitrages betragen. Zum Vorstand sind noch hinzu zu wählen: Sportwart Kanu, Jugendleiter, Jugendwart Rudern, Jugendwart Kanu und eine Frauenwartin. Eine Pressenotiz wurde an die Rundschau und die Westfalenpost über die Gründungsversammlung gegeben.“

Die Gründungsmitglieder:

Die Gründungsmitglieder Gerhard Baumeister, Gerhard Thiele und Adolf Baumeister

Gerhard Baumeister, Jahrgang 1940, kam als 16jähriger zu der Gründungsversammlung. Er war sportlich vielseitig interessiert und hatte den Sorpesee sozusagen vor der Haustüre liegen. Dort zog es ihn hin. Er lernte von Möhlendor das Rudern. Im Jahre 1976 legte er nach dem Besuch der erforderlichen Lehrgänge die Prüfung zum Fachübungsleiter ab und wurde dann mit seinem Vereinskameraden Wilfried Günther für viele Jahre kompetenter Ruderlehrer. Auch heute noch ist er ein Mann mit vielen sportlichen Interessen, dazu gehören Fußball, Tischtennis und das Rudern am Sonntagmorgen.

Adolf Lübke, Jahrgang 1938, war ein exzellenter Fußballspieler, den der SuS Langscheid seinerzeit nur ungern ziehen ließ. Er interessierte sich stark für den Sport auf dem Wasser und ist ihm bis auf den heutigen Tag als aktiver Sportler sehr verbunden. Seinen guten Trainingszustand hat er sich über alle Jahre hin erhalten. Täglich schaut er mit seinen Hunden am Bootshaus vorbei und hilft wo es was zu helfen gibt.

Gerhard Thiele, Jahrgang 1938, wollte sich ebenfalls sportlich auf dem Wasser betätigen. Er ruderte mit Wortmann, Jortzick, Baumeister und Pötter in den schon fast legendären ersten Viererrennen in Dortmund, Duisburg, Minden , Essen mit. Gerne besucht er den Verein zu den geselligen Ereignissen. Er hilft auch heute noch mit wenn es heißt Hand anlegen bei Verschönerungsmaßnahmen im Bootshaus.

Helmut Wortmann, Jahrgang 1934, war über seinen Vater zum Sporttreiben gekommen. Er nahm am Training und an Wettkämpfen in der Leichtathletik teil. Aus Freude am Wassersport paddelte er gelegentlich mit einem Faltboot über den Sorpesee. Er lernte beim Bootsbaumeister Möhlendor das Rudern, belegte später Lehrgänge und bildete sich zum Fach-Übungsleiter weiter. Jahrelang war er verantwortlich für die Ruderausbildung des Nachwuchses. Er gehörte zur ersten aktiven Trainingsmannschaft, die Rennen fuhr für den Ruderclub. Im Laufe seiner 50jährigen Vereinszugehörigkeit hatte er nahezu alle Vorstandsposten einmal inne. Zuletzt war er 30 Jahre lang 1.Vorsitzender.

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