Gespräche zur Vereinbarung von G8, Ganztag und Nachwuchsleistungssport

Foto G8GanztagWie kann man im heutigen Schulalltag von G8 und Ganztag noch Leistungssport betreiben? Diesem Thema widmet sich die Leistungssportabteilung des Landessportbundes derzeit besonders und führt intensive Gespräche mit den Fachverbänden und seinen Landesleistungsstützpunkten. So trafen sich auf Wunsch des Landessportbundes am Städtischen Gymnasium Sundern, einer Partnerschule des Westdeutschen Volleyball-Verbandes, Vertreter des Sport von LSB, WVV, KSB, Sportausschuss der Stadt Sundern, Schule, Trainer und Aktive vom Landesleistungsstützpunkt Volleyball in Sundern, um die Problematik G8, Ganztag und Nachwuchsleistungssport zu beleuchten.
Nach den Schilderungen von Spielerinnen und Trainern war deutlich anzumerken, dass ein leistungsorientierter Sport bei den gegebenen Bedingungen erheblich schwieriger geworden ist. Die Spielerinnen machten ihre hohe zeitliche Belastung deutlich. Johanna Voß: „Früher war ich noch als Sporthelferin aktiv, das ist heute kaum noch möglich. Ich habe heute noch einen freien Nachmittag zur Verfügung, aber auch nur dann, wenn keine Klausuren anstehen.“
Auch Landestrainer Peter Pourie sieht zunehmend Probleme bei der sportlichen Ausbildung seiner Landeskaderspielerinnen: „Die Mädchen haben einen ernormen Aufwand zu leisten um nach dem langen Schulalltag noch eine Stunde zum Trainingsstützpunkt zu fahren. Die jugendlichen Nachwuchssportlerinnen haben eigentlich eine längere Arbeitswoche als Erwachsene mit einer geregelten 40 Stunden Woche.“ Auch Hans Schlecht vom Landesleistungsstützpunkt Volleyball äußerte, dass es durch die knapper gewordene Zeit schwieriger geworden ist, Talente zu finden und zu fördern. Die Eltern haben Sorge, dass ihr Kind durch den vollen Alltag überfordert wird und dass dann die Schulnoten schlechter werden. Martin Barthel: „Durch die Kooperation des Städtischen Gymnasiums mit dem RC Sorpesee und dem angeschlossenen Landesleistungsstützpunkt haben sich Schule und Verein mit der Unterstützung der Stadt Sundern und dem Kreissportbund auf dem Weg gemacht schulische und sportliche Ausbildung besser miteinander zu verzahnen. So finden die Talentsichtungsgruppen jetzt direkt im Anschluss an die 6. Stunde statt. Damit entfällt auch die Fahrt durch die Eltern zur Sporthalle. In der Regel arbeiten heute beide Elternteile, da kann nicht jedes Kind zur Sporthalle gefahren werden.“
Frau Isabelle Königs vom Landessportbund bedankte sich für die aufschlussreiche Gesprächsrunde. „Nach Abschluss der Gesprächsrunden werden Gespräche mit den Schulministerium- und Sportministerium des Landes geführt mit dem Ziel Verbesserungen und Zeit für die Leistungssport treibenden Kindern und Jugendlichen zu ereichen.

Auf dem Bild von links nach rechts:
Hans Schlecht, Stützpunktleiter des Landesleistungsstützpunktes Volleyball in Sundern
Jos Daniels, Vizepräsident Leistungssport des Westdeutschen Volleyball-Verbandes
Isabelle Königs, Landessportbund NRW
Franz-Josef Bathen, Schulsportbeauftragter des Westdeutschen Volleyball-Verbandes
Günter Martin, Vorsitzender des Kreissportbundes Hochsauerland und Vorsitzender des Schul-, Sport- und Kulturausschusses der Stadt Sundern
Lara Drölle und Johanna Voß, Spielerinnen des RC Sorpesee und Schülerinnen des Städtischen Gymnasiums
Lisa Hennecke, Abiturientin und jetzt Praktikantin beim RC Sorpesee
Martin Barthel, Stellvertretender Schulleiter des Städtischen Gymnasiums Sundern
Peter Pourie, Landestrainer des Westdeutschen Volleyball-Verbandes

 

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