Bezirkspokalsieg: Ein Triple Double der ganz besonderen Art – RCS schreibt fabelhafte Geschichte fort

Ein Triple Double, besonders bekannt und beliebt bei Basketballfans in aller Welt bezeichnet gemeinhin den Umstand, dass ein Spieler in einem Spiel in drei der statistischen Kategorien zweistellig punkten konnte: eine ganz besonders stark einzuschätzende Leistung. Im übertragenen Sinne bedeutet es für die erste Damenmannschaft des RCS jedoch noch deutlich mehr. In drei aufeinander folgenden Jahren gelang dem Team um Mannschaftsführerin Kirsten Platte nunmehr das Double. Dreimal in Folge die Meisterschaft zu feiern hätte nach dem Abstieg aus der Regionalliga sicher niemand zu prognostizieren gewagt, dreimal im gleichen Atemzug den Pokal zu sichern und damit das Triple Double ist vermutlich ein Rekord für die Ewigkeit. Mit 3:0 erspielten sich die Damen vom Sorpesee in einem diesmal einseitigen Aufeinandertreffen der Ligakonkurrenten von Sorpe und Bigge den Pokalsieg und betrieben mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung Seelenpflege nach der schwachen Leistung am Samstagabend.
Gegen Olpe merkte man dem Team, in dem Katharina Schulte-Schmale für Lisa Kaiser zurückgekehrt war von Beginn den unbedingten Siegeswillen an. Eine anfängliche Drangphase der Olperinnen konterte die Mannschaft mit starken Aufschlägen und einer beweglichen Feldabwehr. Beim 12:7 hatte der RCS die Weichen gestellt und war mit Sieben-Meilenstiefeln auf dem Weg zum Satzgewinn. Leider passierte in dieser Situation, was keine der beiden Mannschaften sich gewünscht hatte. Ohne Fremdeinwirkung verdrehte sich die bis dato gut aufgelegte Olper Zuspielerin Katrin Springmann das Fußgelenk und musste von RCS-Physio Anne Schmitz erstversorgt werden. Nach kurzer Beratung wurde dann doch sicherheitshalber ein Krankenwagen bestellt und die SfG Spielerin unter dem aufmunternden Applaus der Fans beider Lager und mit den besten Genesungswünschen zur Kontrolle ins Krankenhaus verbracht. Nach einigen Minuten Unterbrechung war es dann der RCS, der den Spielfaden zunächst wieder aufnehmen musste, um dies in der zweiten Satzhälfte jedoch eindrucksvoll zu tun. Mit 25:16 ging der Auftaktdurchgang an die Damen vom Sorpesee. Im Unterschied zum Vortag hielt das Team trotz zahlreicher Umstellungen die Spannung. Egal in welcher Aufstellung mit Johanna Voß, Kirsten Platte und Theresa Lübke über die Mitte, Nicole Freiburg, Katharina Schulte-Schmale und Henrike Axt über Außen, Michelle Henkies und Lara Drölle im Zuspiel oder Lena Vedder und Theresa Lübke über Diagonal: der RCS ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Lediglich Libera Lisa Hennecke bekam an diesem Sonntag keine Verschnaufpause, nutzte die Spielzeit aber um beim 25:14 und 25:14 in den Sätzen zwei und drei um Schritt für Schritt den Touch in Annahme und Abwehr verbessern. Am Ende feierte beim 3:0 Team und Fans einen gelungenen Abschluss eines ereignisreichen Wochenendes und den zweiten Titel der Saison. Bei einem leckeren Stück Kuchen bleiben viele der Fans noch zum Plaudern und freuten sich insgeheim doch über deutlich hellere Mienen bei Spielerinnen und Betreuern, womit eine Wahrheit sich wieder einmal bewahrheitete: „Gewinnen macht einfach mehr Spaß als verlieren!“
Für den RCS beteiligt am Triple Double: Linus Tepe, Leonie Hoffmann, Anne Schmitz, Michelle Henkies, Katharina Schulte-Schmale, Nicole Freiburg, Lena Vedder, Lara Drölle, Johanna Voß, Lisa Hennecke, Kirsten Platte, Henrike Axt und Theresa Lübke.

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