Berlin, Potsdam, Werder – Immer eine Wanderfahrt wert

Acht Teilnehmer zählte unsere zweite Sommerruderwanderfahrt, die uns auf die Havel und die angrenzenden Seen führte.
Mit zwei geliehenen Booten von der Potsdamer Rudergesellschaft ruderten wir zunächst zum Schwielowsee, vorbei an Caputh mit dem schönen kleinen Schloss, das die preußischen Könige gerne nutzten. Nachdem die Engstelle von Caputh ohne Probleme passiert war, öffnete sich der weite Schwielowsee und wir ruderten über eine ruhige, spiegelglatte Wasserfläche – toll! Auf der Rückfahrt ging es durch den Wentdorfgraben, eine Art Amazonas in Potsdam – überhängende Bäume, ein dichtes Blätterdach und ein schmales kurviges Fahrwasser.
Am zweiten Tag der Wanderfahrt ruderten wir die Havel abwärts bis nach Werder. Die Inselstadt ist vor allem für den Obstanbau und alles, was man aus Obst machen kann, bekannt. Bei dieser Fahrt lernten wir den Schwielowsee von seiner anderen Seite kennen. Heftiger Wind hatte kräftige Wellen zusammengeschoben und blies uns – wie leider meistens – entgegen. Trotzdem war die sehenswerte Altstadt auf der Insel einen Besuch wert.
In Richtung Berlin führte die dritte Ausfahrt. Zunächst ging es durch die Potsdamer Innenstadt, vorbei am Gebäude des brandenburgischen Landtags und der wiederaufgebauten Nikolaikirche. Zwischen dem Babelsberger Schloss und der Glienicker Brücke ruderten wir in Richtung Teltowkanal und Griebnitzkanal. Über einige kleine Seen erreichten wir dann schon bald den Kleinen Wannsee mit den bekannten Bootshäusern der renommierten Berliner Rudervereine.
Als letztes Ziel der Wanderfahrt hatten wir uns den Krampnitzsee „ausgeguckt“, der nördlich von Potsdam gelegen ist. Zunächst ruderten wir wieder durch die Potsdamer Innenstadt. Das Babelsberger Schloss, die Sommerresidenz verschiedener preußischer Könige, ließen wir steuerbord liegen und fuhren unter der Glienicker Brücke hindurch. An dieser weltbekannten Brücke kann man die ehemalige Nahtstelle zwischen Ost und West auch heute noch deutlich erkennen. Vorbei an Schloss Cäcilienhof (leider aufgrund von Bauarbeiten mit Gerüsten verhüllt) erreichten wir bald den Krampnitzsee – Neuwasser für alle Fahrtteilnehmer. Dieser Bereich der Potsdamer Gewässer ist ein echtes Naherholungsgebiet; leider gibt es nur sehr wenige Anlegemöglichkeiten. Aber mit ein bisschen Suchen fanden wird dann doch eine Stelle, an der wir unsere Boote an Land bringen konnten. Nur wenige Schritte entfernt gab es sogar Kaffee, Kuchen und kühle Getränke. Auf der Rückfahrt gerieten wir in den Samstagnachmittagausflugsverkehr. Vom Containerschiff über Ausflugsdampfer, kleine und große Yachten, Segel- und Motorboote bis zum Tret- und Gummiboot war alles unterwegs, was auf dem Wasser schwimmt. Hier war die Aufmerksamkeit der Steuerleute gefordert, um zu verhindern, dass allzu viele Wellen ins Boot schwappten und Zusammenstöße vermieden wurden.
Im Landprogramm nutzten wir die zentrale Lage unserer Pension, um einige Sehenswürdigkeiten Potsdams, wie Schloss Sanssouci oder die Nikolaikirche, anzuschauen. Insgesamt bereitete die Wanderfahrt allen Teilnehmern viel Vergnügen, die Steuerleute haben reichlich Erfahrung gesammelt und es wurde sehr viel Sonnencreme verbraucht.

 

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