Auf zu neuen Ufern – mit bewährtem Boot und motivierter Crew!

Mit einem Paukenschlag endete für die Volleyballdamen des RC Sorpesee die Spielzeit 2014/15, feierte das Team doch gemeinsam mit den heimischen Volleyballfans einen blitzsauberen Heimsieg gegen den TV Cloppenburg und damit verbunden die Meisterschaft in der Dritten Liga und das im Aufstiegsjahr. Schnell bildete sich im ambitionierten Team der Wunsch, auch die nächste Herausforderung annehmen zu wollen und mit Bundesligavolleyball am Sorpesee ein weiteres Kapitel Vereinsgeschichte zu schreiben. Mit dem Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse des deutschen Volleyballs ist in vielen Vereinen ein erheblicher organisatorischer und personeller Umbruch verbunden. Wer aber nach dem Aufstieg des RCS mit einem runderneuerten und mit namhaften Spielerinnen angereicherten Kader gerechnet hatte, den wird die nachfolgende Kadervorstellung vermutlich enttäuschen. Für alle, die aber den Jugendstil und Self-Made-Volleyball der Talentschmiede am See schätzen gelernt haben, lohnt sich ein genauerer Blick in die Zukunft und damit natürlich auch auf den Trainingskader der Saison 2015/16. Ein bewährtes Konzept mit doch einigen Überraschungen.
Auf der Liberaposition wird der RCS in der kommenden Saison auf die Dienste von Anna Baumeister verzichten müssen, so dass in der kommenden Saison Lisa Hennecke hauptverantwortlich für Annahme und Abwehr zeichnen wird. Für die Zweitligasaison hat sich die Studentin einiges vorgenommen hat, um die Position auch alleine gut auszufüllen. Unterstützt wird sie in punkto Ballannahme von einem mittlerweile wohlbekannten Quartett auf der Annahme-Außen Position. Neben Nicole Freiburg und Katharina Schulte-Schmale- sind die nach ihrem Kreuzbandriss wieder genesene Leonie Hoffmann und Senkrechtstarterin Henrike Axt im Trainingskader der ersten Mannschaft. Ist der Ball dann einmal in der Luft kümmert sich beim RCS die wohl jüngste Schaltzentrale der Liga um die Passverteilung. Da Lisa Baumeister verletzungsbedingt ihre Rolle tauschen musste und dem Team nunmehr als Unterstützerin neben dem Feld hilft, ist das Durchschnittsalter im Zuspiel auf zarte 16 Jahre gesunken. Im Normalfall ein dickes Problem; bei genauerer Betrachtung für den RCS aber auch eine Chance. Mit Lara Drölle und Michelle Henkies verfügt der RCS nämlich über zwei absolute Top Talente der Jahrgänge 98/99, die ihr Spiel weiter verbessern möchten: „Hohes Tempo erwünscht!“ und das in jeder Hinsicht, vor allem das schnelle Spiel über die Mitte. Hier werden nach dem Abgang von Johanna Voß in USA die mit Mannschaftführerin Kirsten Platte, Newcomerin Theresa Lübke und USA-Rückkehrerin Vanessa Vornweg mindestens drei Akteurinnen auf eben diese schnellen Bälle lauern. Eine ganz ähnliche Situation ergibt sich auf der Diagonalen, wo sich mit Lena Vedder und Nora Anders die Diagonalspielerinnen der vergangenen Drittligasaison und eine beim RCS wohlbekannte Potsdam-Rückkehrerin schon jetzt das ein oder andere sehenswerte Netzduell liefern.
In der Vorbereitung musste das neu formierte Team schon einmal über altbekannte Schmerzgrenzen hinausgehen und im Ausdauer-, Kraft- und Balltraining den eigenen Schweinehund überwinden. Mit Erfolg, so attestiert es Physiotherapeutin Anne Schmitz, die den Spielerinnen speziell in den hohen Belastungsphasen die eine oder andere Behandlung zukommen ließ. Neben der körperlichen Arbeit gab es aber auch am Ball einiges zu tun, was den spielerischen Horizont der jungen Mannschaft nachhaltig erweitern wird. Um noch intensiver arbeiten zu können wurden in der Vorbereitung sogar Samstagseinheiten angesetzt, die in im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubendem Tempo allzu häufig um den See herum und am Berg stattfanden. „Wir sind wie jedes Jahr aufs Neue eine Wundertüte, jeder einzelne!“ so der Kommentar von Co-Trainer Linus Tepe auf die Frage nach den Entwicklungsmöglichkeiten im Team. Dass die Mannschaft aber auch positiv überraschen kann hat sie in der Vergangenheit bewiesen. Geht es nach den Damen vom See soll das Abenteuer Volleyball in der Bundesliga ein längeres Kapitel werden.
Wen genau man an welchem Spieltag und zu welchem Spielstand auf dem Feld bewundern kann, steht wie immer beim RC Sorpesee indes noch nicht fest. „Na klar haben wir ’ne Starting Six, da werde ich schon vor jedem Satz sechs Nummern auf den Zettel schreiben!“ erklärt Trainer Julian Schallow mit einem Augenzwinkern zu der Konkurrenzsituation im Team. Vielleicht erhält die Trainingsgruppe sogar noch zusätzliche Unterstützung und Konkurrenz durch neue oder auch altbekannte Gesichter. Sicher ist aber, dass sich bei der Fülle an unterschiedlichen Charakteren und Talenten immer eine Mischung finden lässt, die den Gegner auch in Liga zwei ordentlich ärgern und noch dazu eine Menge Spaß am Spiel vermitteln kann. Mit der Unterstützung von den Rängen soll es auch in der 2. Bundesliga Grund zum gemeinsamen Jubeln geben!

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