Auf die Niederlage folgt der Sieg

kein Durchkommen: Bonnie Bastert und Vanessa Vornweg machen den
Block zu

Mit bedröppelter Miene standen die Spielerinnen des RC Sorpesee am Samstag in weiten Rund  der Sporthalle Berg Fidel. Just hatte das Team um Kapitänin Vanessa Vornweg das Spitzenspiel der dritten Liga West der Frauen gegen den Klassenprimus des USC Münster 2 mit 0:3 verloren. Da war es verständlich, dass der Frust die Lust überwog.

Dabei starteten die Damen aus dem Sauerland couragiert. In Durchgang eins passte viel zusammen. Die druckvollen Aufschläge trafen die richtigen Ziele, der eigene Spielaufbau glückte ein ums andere Mal. Da konnten die teils festen Angriffe der erfahrenen Mannschaft aus Münster
(zahlreiche Bundesliga und Nationalspielerinnen trugen das grüne Münster-Trikot) anfänglich etwas leichter weggesteckt werden. Doch das war vielleicht ein bisschen zu leicht. Denn mit zunehmender Satzdauer fand auch der USC immer besser ins Spiel. „Das Genick hat uns die
Aufschlagserie von Sarah Petrausch gebrochen“, gab ein sichtlich enttäuschter Trainer Julian Schallow nach Spielende zu Protokoll. Wie Recht er hatte. Denn aus einer Zweipunkteführung hieß es am Ende, einem Rückstand hinterherzulaufen. Das indes gelangen zu wenig. Folgerichtig
sicherte sich die USC-Auswahl den ersten Satz.

Viel zu besprechen gab es am Wochenende bei den drei Spielen

Im Ergebnis nicht anders verlief auch der zweite Teil des Spiels. Immer wieder konnten die Mannschaften hüben wie drüben Zähler für das eigene Punktekonto verbuchen. Ein munterer Schlagabtausch entstand. Ganz zur Zufriedenheit der Fans, unter denen sich – neben einer großen blauen Wand – auch-Präsident Hubert Martens und Ehrenpräsident Matthias Fell
befanden. Doch auch in diesem Durchgang wollte dem RCS nicht der „Todesstoß“ gelingen. All zu häufig lief sich das junge Team vom See von der beeindruckenden Erfahrung auf der anderen Netzseite vernatzen. Der Bann war nach dem verlorenen zweiten Durchgang gebrochen. Münster spielte das Ding sicher nach Hause und freute sich über den nächsten Erfolg, der ihnen die Tabellenführung weiter sichert.

Zumindest ein Teammitglied konnte sich am Samstag etwas freuen: Co-Trainer Linus Tepe erhielt aus den Händen von Hubert Martens die Silberne Ehrennadel des Verbandes. „Ich hätte mich über einen Sieg natürlich mindestens genauso gefreut. Aber auch diese Auszeichnung ist eine gelungene Überraschung und macht mich ein wenig stolz“, so der Co.

Grund zum Jubeln gab es für Laura Kemper (Nr. 8) und ihre
Mannschaftskolleginnen vor allem am Sonntag beim Pokalspiel

Über Siege konnte er sich dann aber gemeinsam mit Geburtstagskind Katharina Schallow am Sonntag in der ersten Runde des Bezirkspokals freuen. In Dortmund trat die nochmals verjüngte Mannschaft zunächst gegen den Landesligisten TV Jahn Dortmund an. Nach einer unkonzentrierten Phase im ersten Satz steigerte sich die Schallow-Truppe ab Satz zwei und konnte den erwarteten Sieg einfahren. „Das war schon ein kleiner Kraftakt. Jahn hat es wirklich toll gemacht und sich mächtig ins Zeug gelegt“, freute sich Michelle Henkies, die heute die
Kapitänsbinde für die abwesende Vanessa Vornweg trug.

Im zweiten Spiel gegen Regionalliga-Tabellenführer TV Hörde war es wieder der erste Satz, der den Traum von der nächsten Runde fast zerstört hätte. Der Hörder Mädels spielen befreit auf und konnten durch druckvolles Angriffsspiel ein ums andere Mal punkten. Doch gehören zum Sieg im Volleyball nun einmal drei gewonnene Sätze. Und daran scheiterten die Gegner. Denn ab Satz zwei domierten die RCS-Girls insbesondere durch konsequentes Aufschlagspiel. Die Dortmunder Annahme wackelte – und fiel. Vor allem im letzten Satz zeigte der Drittligist aus dem Sauerland, wo der Hammer hängt. 25:11, das war ein Ausrufezeichen zum Ende des Wochenendes.

Damit hat der RC Sorpesee das Bezirkspokalfinale am 13.4. erreicht.

In der Liga ist nun eine Woche Pause, bevor am 2.3. der ASV Senden zu
Gast in Sundern ist.

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