Auf den Spuren des großen Vorbildes – Lara Drölle nominiert für den WVV-Kader

laraMit kleinen aber schnellen Schritten drehen die Spielerinnen des RCS ihre Runden in der Halle. Unter Ihnen Lara Drölle, eine junge Dame, heute im auffällig roten Trikot. Sie huscht vorbei und auf ihrem Rücken blitzt ein Schriftzug in leuchtendem Weiß in Richtung ihrer Mitspielerinnen: „SCHLECHT“ Alles andere als schlecht aber ist es was die gelernte Zuspielerin in Diensten des heimischen RC Sorpesee in den vergangenen Monaten auf den Volleyballcourt gezaubert hat. Gerade hat sie mit ihrem Team Vereinsgeschichte geschrieben und den Aufstieg in die zweite Bundesliga klargemacht. Den Pokalsieg gab es als Bonus obendrauf, eine mehr als erfolgreiche Saison liegt also hinter den Volleyballerinnen aus Langscheid.
Der Schriftzug auf Laras Trikot ist auch alles andere als eine Geringschätzung der Qualitäten des 16 jährigen Zuspieltalentes, ganz im Gegenteil. Das Trikot ist ein Nationalmannschaftstrikot und hat in ihrem Heimatverein, dem RCS, eine fast schon mystische Bedeutung. Einmal trug das Trikot mit Julia Schlecht nämlich eine junge Spielerin, die ebenfalls am Sorpesee das Einmaleins des Volleyballs gelernt hat. Julia Schlecht war Zuspielerin, eine Zeitlang vielleicht die beste in Deutschland und folgerichtig auch in der Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen aktiv. Da kann man eins und eins schnell zusammenzählen und sich vorstellen mit welchen Vorbildern junge Mädchen wie Lara in Langscheid und Umgebung aufwachsen; welchen Zauber ein altgedientes Trikot wie dieses entfachen kann. Seit Jahren trägt die junge Gymnasiastin aus Sundern ihren Glücksbringer vom großen Vorbild mit Stolz in der einen oder anderen Einheit. Am Anfang war da noch viel Luft an den damals sehr zierlichen Schultern, nunmehr ist Lara schon ganz gut reingewachsen in das Trikot ihres großen Vorbildes.
Kurz vor dem Start in den Sommer haben Laras Pläne nun noch einmal eine sehr positive Wendung genommen. Beim Sichtungslehrgang am vergangenen Wochenende überzeugte sie Landestrainer Peter Pourie so sehr, dass dieser sie kurzerhand für den 12er Kader der WVV-Landesauswahl nominierte. Gerade rechtzeitig für den Saisonhöhepunkt des letzten großen Bundespokals im Juni in Ibbenbüren. Auch hier möchte Lara dann wieder Vollgas geben und noch ein Stück weiter hereinwachsen in die Fußstapfen ihres großen Idols. Vielleicht geht es dann auch mit der WVV Auswahl ganz nach vorne, wie sie es zuletzt mit ihren Mannschaftskolleginnen vom RCS erkämpfen konnte. Den Spagat zwischen perfekter Vorbereitung auf den großen Bundespokal und der schweißtreibenden Saisonvorbereitung nimmt Lara gerne in Kauf. Was tut man nicht alles für seinen großen Traum!

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